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	<title>HANDSPIEL.magazin &#187; Change Management</title>
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	<description>Das Magazin für Bedienbarkeit und Digitales.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:51:12 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Die Weichen in Richtung Enterprise 2.0 stellen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 17:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Böhnhardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Anwendungen]]></category>
		<category><![CDATA[Change Management]]></category>
		<category><![CDATA[Enterprise 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Gastartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Trend]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[ <img width="640" height="250" src="http://www.handspiel.net/magazin/wp-content/uploads/2010/08/weichen1-640x250.jpg" class="attachment-featured-slideshow-thumb wp-post-image" alt="weichen" title="weichen" /><br> Gastartikel von Prof. Dr. Gerald Lembke, Dr. Kraus &#38; Partner 8.06.2010 – Wie können wir die Web 2.0-Technologie für unseren Erfolg nutzen? Und: Wie können wir uns zum Enterprise 2.0 entwickeln? Mit diesen Fragen befassen sich zurzeit viele Unternehmen und finden nur schwer eine Antwort. Denn bei...  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ <img width="640" height="250" src="http://www.handspiel.net/magazin/wp-content/uploads/2010/08/weichen1-640x250.jpg" class="attachment-featured-slideshow-thumb wp-post-image" alt="weichen" title="weichen" /><br> <p><strong>Gastartikel von Prof. Dr. Gerald Lembke, Dr. Kraus &amp; Partner</strong></p>
<p>8.06.2010 – Wie  können wir die Web 2.0-Technologie für unseren Erfolg nutzen? Und: Wie  können wir uns zum Enterprise 2.0 entwickeln? Mit diesen Fragen befassen  sich zurzeit viele Unternehmen und finden nur schwer eine Antwort. Denn  bei den vom Web 2.0 inspirierten Veränderungen im Unternehmen steht  neben der Struktur auch die Unternehmenskultur auf dem Prüfstand.</p>
<p>Verfolgt man die aktuelle Diskussion, wie Unternehmen die Web 2.0-Technologie für  sich nutzen können, fällt auf: Sie weist Parallelen zur  Wissensmanagement-Diskussion um die Jahrtausendwende auf. Geändert hat  sich seitdem in den meisten Unternehmen wenig. Weder wandelte sich ihre  Kultur, noch ist die Herausforderung, Wissen zu organisieren, gelöst.</p>
<p>Und nun kommt das Web 2.0 und die Unternehmen sollen sich zu  Enterprise 2.0 entwickeln? Verständlich, dass sich manch Manager diesem  Thema mit Vorbehalten nähert. Trotzdem führt in den Unternehmen kein Weg  an einer Beschäftigung mit den Fragen vorbei:</p>
<ul>
<li>Inwieweit 	verändert die Web 2.0-Technologie unser Umfeld? Und:</li>
<li>Inwieweit 	können, wollen oder müssen wir sie sogar für unseren Erfolg 	nutzen?</li>
</ul>
<p>Denn  bereits heute nutzen 98 Prozent der 15- bis 29-Jährigen das Social Web  ganz selbstverständlich als Kontakt- und Informationsquelle – unter  anderem, weil sie an diesen Mit-mach-Technologien der unkontrollierte  sowie herrschaftsfreie Austausch von Informationen fasziniert. Und diese  jungen Männer und Frauen sind nicht nur die Kunden der Unternehmen von  morgen, sie auch deren künftige Mitarbeiter – soweit sie nicht bereits  auf deren Gehaltslisten stehen.</p>
<p>Wenn es um das Thema Social Media geht, treffen zwei Weltbilder aufeinander:</p>
<ul>
<li>ein 	mechanistisch deterministisches Weltbild, vertreten durch die 	meisten Unternehmen, und</li>
<li>ein 	liberal-egoistisch orientiertes Weltbild, vertreten durch die 	(meist) jüngeren Mitarbeiter und Kunden der Unternehmen.</li>
</ul>
<p>Durch  das Aufeinander-Treffen dieser beiden Mentalbilder ist in vielen  Unternehmen eine anhaltende Veränderungsdynamik entstanden.</p>
<p><strong>Change Management wird Standard</strong></p>
<p>In  den Unternehmen verlieren die klassischen, hierarchischen  Organisationskonzepte zunehmend ihre integrierende und steuernde  Wirkung. Denn sie waren die Antwort auf eine arbeitsteilig organisierte  Gesellschaft. Heute repräsentieren sie in ihrer Starrheit das  Gegenkonzept zur gesellschaftlichen Realität und befördern bei vielen  Mitarbeitern ein Gefühl von Sinnlosigkeit, das aus einer Diskrepanz  zwischen individuellen Erwartungen und strukturellen Bedingungen  entsteht.</p>
<p>Hieraus erwächst ein Veränderungsdruck auf die Unternehmen, bei dem  es nicht mehr darum geht, Routinen neu zu organisieren, sondern  Offenheit und Flexibilität zu initiieren. Veränderung wird sozusagen zum  organisationalen Standard. Denn das wirtschaftliche Überleben in der  Moderne hängt entscheidend vom Potential zur Erneuerung ab.</p>
<p>Innovativ werden Mitarbeiter aber nur, wenn sie sich mit dem  Unternehmen identifizieren. Das setzt voraus, dass ihre Ressourcen  wahrgenommen und adäquat eingesetzt werden. Üblicherweise folgen die  Strukturen in den Unternehmen aber nicht den Möglichkeiten der  Mitarbeiter. Die Mitarbeiter passen sich vielmehr in die bestehenden  unflexiblen Strukturen ein. Arbeiten unter diesen Bedingungen macht für  immer weniger Mitarbeiter Sinn. Eine als sinnlos empfundene Arbeit  stiftet aber weder Identifikation, noch Motivation, und sie ist somit  auch weder innovativ noch auf Dauer produktiv. Daraus folgt: Eine  moderne Unternehmensorganisation muss variable Strukturen besitzen. Die  Anpassungsleistung muss sich von den Mitarbeitern auf die Strukturen  verschieben – und genau das geschieht bei der Entwicklung von  Unternehmen zum Enterprise 2.0.</p>
<p><strong>Auf dem Weg zur Hypertext-Organisation</strong></p>
<p>Offene  organisationale Strukturen unterliegen latent der Gefahr, die  Mitglieder der Organisation nur noch gering ins Gesamtsystem zu  integrieren. Deshalb kommt bei der Entwicklung zum Web 2.0-Unternehmen  der gemeinsam geteilten Wertebasis, also der Unternehmenskultur eine  zentrale, strukturgestaltende Funktion zu.</p>
<p>Studienergebnisse zeigen: Offene lernende Systeme eignen sich nicht  für alle Arten von Arbeiten. Für Routinearbeiten sind hierarchische  Strukturen mit festgelegter disziplinarischer und fachlicher Führung die  bessere Wahl. Erst die Projektarbeit, also die Arbeit außerhalb  gewohnter Bahnen, wird von hierarchischen Strukturen behindert. Deshalb  lautet in vielen Unternehmen die zentrale Frage: Wie können wir in  unserer Organisation hierarchische Strukturen zum Erfüllen von  Routinearbeiten und offene, netzwerkartige Strukturen zum Wahrnehmen von  Aufgaben, die ein hohes Maß von Kreativität, Flexibilität und  Kooperation erfordern, verknüpfen? Ein Konzept hierfür ist die  Hypertext-Organisation.</p>
<div>
<dl>
<dt><img src="http://www.business-wissen.de/uploads/pics/Hypertext.gif" border="0" alt="" width="400" height="294" /></dt>
<dd>Quelle: Lembke/Reinfeldt 2007</dd>
</dl>
</div>
<div><!-- --></div>
<div>
<p>Eine  Hypertext-Organisation versteht sich als netzartige Struktur von  logischen Verbindungen, innerhalb derer unterschiedliche Perspektiven,  Sichtweisen und somit auch Verlinkungen zu einem spezifischen Thema  abgefragt werden können. Analog zum Aufbau des Internets ist eine  Hypertext-Organisation eine Ansammlung hochgradig komplexer, miteinander  verlinkter Hypertexte, die in ihrem Aufbau verlinktes oder verknüpftes  Wissen mit beliebiger Komplexitätssteigerung möglichst redundanzfrei zur  Verfügung stellen.</p>
<p>Hierzu vereint die Hypertext-Organisation drei Ebenen miteinander</p>
<ol>
<li>Es 	gibt weiterhin die klassische Geschäftssystemebene mit klaren 	hierarchischen Strukturen für routinisierte Tätigkeiten.</li>
<li>Daneben  	existiert eine „offene“ Projektebene, hochgradig innovativ, mit 	 geringer hierarchischer Zuordnung, aber klaren fachlichen Zielen.</li>
<li>Zwischen  	den Ebenen findet, je nach Projekt- sowie Verwaltungs- oder 	 Routineaufwand, ein personeller Austausch statt. Die gemeinsame 	Basis  bildet das geteilte Wissen, das über moderne 	Kommunikationsmittel zur  Verfügung gestellt wird, zum Beispiel in 	Form eines inter- oder  intranetgestützten Datenbanksystems.</li>
</ol>
<p>Da alle Ebenen logisch  miteinander verknüpft sind, entsteht im Idealfall ein dynamischer  Wissenskreislauf, der zum einen den Zusammenhalt zwischen freier,  innovativer Projektarbeit und routinisierter Verwaltungsarbeit  garantiert, zum anderen Informationsdefizite verhindert.</p>
<p>Die Vorzüge dieser Organisationsform lassen sich im Hinblick auf Enterprise 2.0-Perspektiven wie folgt klassifizieren:</p>
<ol>
<li>Ressourcen  	können, je nach Anforderung, Auftragslage und Umweltbedingung, 	 entweder von der Geschäftssystemebene als Routine entlang 	 standardisierter Verfahren erarbeitet werden, oder es werden auf der 	 Projektebene neue, innovative Wege der Ressourcenbeschaffung 	evaluiert.</li>
<li>Mitarbeiter  	können ihr Know-how und ihre Informationsbasis, die immer stärker 	 durch soziales Medienengagement entwickelt und ausgebaut wird, 	 einbringen</li>
<li>Soziales 	Medienengagement der Mitarbeiter kann an existierende 	Routineprozesse anschlussfähig gemacht werden.</li>
<li>Das  	Unternehmen entwickelt mit dieser Organisationsform seine Kultur und 	 öffnet sich operational gesellschaftlich-sozialen Entwicklungen.</li>
</ol>
<p>Eine  solche Organisationsform beinhaltet also beides: klare, hierarchische  Strukturen und eine dauerhaft „offene“ Struktur mit lose verbundenen,  prozessorientierten Arbeits- oder Projektgruppen, die neue, innovative  Potentiale erschließen. Bewähren sich diese neuen Produkte oder  Prozesse, werden sie als standardisierte Abläufe in den stärker  hierarchisch organisierten Geschäftsprozess integriert.</p>
<p><strong>Vorab den Reifegrad bestimmen</strong></p>
<p>Der  Aufbau einer Hypertextorganisation ist ein langwieriger Prozess, der  hohe Anforderungen an die Organisation und ihre Mitglieder stellt.  Deshalb sollte vor dem Start entsprechender Initiativen der Reifegrad  des Unternehmens bestimmt werden. Nach Schönefeld lassen sich in der  Entwicklung von Organisationen fünf Reifegrade unterscheiden:</p>
<table style="height: 335px;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="7" width="497">
<col width="43"></col>
<col width="257"></col>
<col width="250"></col>
<tbody>
<tr valign="TOP">
<td width="43"><strong>Reife-Nr.</strong></td>
<td width="257"><strong>Reifegrad</strong></td>
<td width="250"><strong>Aktivität</strong></td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">1</td>
<td width="257">das 			klassische Unternehmen</td>
<td width="250">kein 			Einsatz sozialer Software</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">2</td>
<td width="257">das 			„soziale Technologien nutzende“ Unternehmen</td>
<td width="250">Piloteinsätze 			sozialer Software</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">3</td>
<td width="257">das 			„soziale Technologien integrierende“ Unternehmen</td>
<td width="250">Transformation 			der Zusammenarbeit</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">4</td>
<td width="257">das 			„partizipierende“ Unternehmen</td>
<td width="250">Anpassung 			des gesamten Unternehmens</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">5</td>
<td width="257">das 			„sich öffnende“ Unternehmen</td>
<td width="250">Innovation 			als Wertschöpfung von Geschäftsmodellen</td>
</tr>
<tr valign="TOP">
<td width="43">6</td>
<td width="257">das 			„vernetzte“ Unternehmen</td>
<td width="250">kundenzentrierte 			Wachstumsgestaltung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die  meisten Unternehmen befinden sich in der Reifegradkategorie  „klassisches Unternehmen“ oder „’soziale Technologien nutzendes’  Unternehmen“. Reifegrade höherer Ordnung findet man vor allem in der  Dienstleistungsbranche und hier vor allem bei IT- und Webunternehmen  finden.</p>
<p>Ist der Reifegrad bestimmt, können hieraus Entwicklungsziele und  hieraus wiederum Maßnahmen und Ressourcenanforderungen abgeleitet  werden. Anschließend können erste Pilotprojekte gestartet und daraus  erste Erfahrungen abgeleitet werden, sodass ein Lernprozess initiiert  wird.</p>
<p><strong>Das Entstehen von Wissensnetzwerken fördern</strong></p>
<p>Die  Entwicklung zum Web 2.0-Unternehmen bringt eine Veränderung der  Zusammenarbeit mit sich. Also muss sich auch das Führungsverständnis  wandeln. Das Management muss die neuen Formen der Kommunikation und  Zusammenarbeit zunächst als sinnvoll erachten, dann die relevanten  Entscheidungen treffen und schließlich die Mitarbeiter auf die neuen  Aufgaben vorbereiten – eine Aufgabe, die insbesondere an das mittlere  Management hohe Herausforderungen stellt.</p>
<p>Die durch die sozialen Techniken des Web 2.0 geförderte  Zusammenarbeit und informelle Kommunikation lässt sich in Form von  Wissensnetzwerken visualisieren und mittels Netzwerkanalysen untersuchen  und evaluieren. Wissensnetzwerke sind Gemeinschaften in Organisationen,  in denen der Wissens- und Informationsaustausch gezielt gefördert wird  und in denen an Lösungsfindungen für unternehmerische Probleme  gearbeitet werden kann. Ihre Kennzeichen sind eine hohe Dynamik,  räumlich/zeitlich verteiltes und abteilungsübergreifendes Arbeiten sowie  offenes, themenzentriertes Denken und Arbeiten. Wissensnetze definieren  sich durch gemeinsame Werte oder Ziele. Sie dienen nicht einem  wertfreien Informationsaustausch, sondern stärken die Fähigkeit zu  Forschung, Entwicklung und Kommunikation der Beteiligten auf der  Grundannahme: Die Gesamtheit ist mehr als die Summe der Einzelnen.</p>
<p><strong>Die Mitarbeiter zur Wissensstrukturierung befähigen</strong></p>
<p>Im  Enterprise 2.0 müssen die Mitarbeiter ein persönliches  Wissensmanagement betreiben, das darauf abzielt, Wissensbestände und  Lernprozesse eigenverantwortlich zu handhaben. Hierfür benötigen sie ein  Bündel von Kompetenzen; des Weiteren Instrumente zum Strukturieren und  Ordnen von individuellen Wissensbeständen, damit sie die Verantwortung  dafür übernehmen können, was sie wissen und wen sie kennen. Den  Mitarbeitern muss also ein Koffer mit Tools zur Verfügung gestellt  werden, mit denen sie unter anderem auch Kontakte zu Kollegen und  (Noch-nicht-)Kunden managen können. Ob und wie die Mitarbeiter in diesen  Netzwerken mit Unternehmenswissen umgehen dürfen und sollen, ist eine  Frage der (gewünschten) Unternehmenskultur. Als Maßstab kann hierbei vor  allem die Unternehmens-Policy amerikanischer Unternehmen dienen, die  der Nutzung der Social Media Tools meist offener gegenüberstehen als  deutsche Unternehmen. Diese Policies sind sehr individuell. Deshalb  können Unternehmen sie nicht einfach übernehmen – auch weil die  Entscheidungen, die in einer Policy dokumentiert sind, die kulturelle  Wertestruktur des jeweiligen Unternehmens widerspiegeln.</p>
<p>Unternehmen präferieren für die Organisation von Mitarbeiterwissen  häufig schnelle und kostengünstige Lösungen – zum Beispiel Blogs und  Wikis. Denn ihre technische Integration ist kein Problem. Eine weit  größere Herausforderung stellt das Erstellen des Nutzungskonzepts im  Unternehmen und die Motivation der Mitarbeiter zur täglichen Umsetzung  dieses Konzeptes dar.</p>
<p>Ein Nutzungskonzept sollte folgende Fragen beantworten:</p>
<ol>
<li>Welches 	Ziel verfolgt das Unternehmen zum Beispiel mit dem Wiki und welchen 	Nutzen soll es dessen Mitarbeitern/Kunden bieten?</li>
<li>Welcher 	Inhalt soll eingestellt werden?</li>
<li>Wer 	stellt diesen Inhalt ein?</li>
<li>In 	welchen Intervallen und aus welchen Anlässen soll Inhalt 	eingestellt werden?</li>
<li>Dürfen 	Inhalte von Dritten redigiert werden? Wenn ja, welche?</li>
<li>Welche 	„Belohnungen“ und „Bestrafungen“ gibt es für das 	(Nicht-)Einstellen von Inhalten?</li>
</ol>
<p>Beim  Erstellen des Nutzungskonzepts gilt das bekannte Primat: Betroffene zu  Beteiligten machen. Das Unternehmen kann zum Beispiel eine Task-Group  von Mitarbeitern einrichten, die unter externer Expertenmoderation einen  Entwurf erstellt, den sie dem Top-Management vorstellt. Diese  Policy-Skizzen müssen dann konkretisiert werden. Werden sie von  Top-Management, Führungskräften und Mitarbeitern akzeptiert, kann ein  Changeprozess in Gang gesetzt werden, der einer internen  Wissensstrukturierung den Weg ebnet.</p>
<p><strong>Ein neues Führungsverständnis entwickeln</strong></p>
<p>Eine zentrale Rolle bei der Entwicklung zum Enterprise 2.0 spielen die  Führungskräfte, denn sie sind die Träger und Multiplikatoren der  Erfolgsfaktoren „Offenheit“ und „Vertrauen“. Letztlich stehen die  Unternehmen vor der Herausforderung, bei ihren Führungskräften  Denkstrukturen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, Träger und  Multiplikatoren der nötigen Offenheit und des erforderlichen Vertrauens  in die Organisation und deren Kommunikationswelt zu sein. Dies kann zum  Beispiel dadurch geschehen, dass die Führungskräfte selbst erste  Enterprise 2.0-Initiativen starten – zum Beispiel ein Wiki für die  Mitarbeiter ihres Bereichs. Die Führungskräfte sollten zudem mit ihren  Mitarbeitern eine Policy entwickeln, die den Umgang mit Offenheit und  Vertrauen regelt. Agenturen können hierbei Unterstützer in technischen  und grafischen Fragen sein. Doch sie können nicht die Rolle der  Changebegleiter übernehmen, die in diesem Prozess zwingend nötig sind.</p>
<p>Die Rolle der Führungskräfte verändert sich in Web 2.0-Unternehmen  hin zu mehr Leadership. Die Führungskräfte müssen sich in Richtung  pragmatischer Sinnstifter und Vernetzer entwickeln, die beim Bewältigen  der aus dem Changeprozess resultierenden Herausforderungen stets auch  das originäre Geschäft des Unternehmens vor Augen haben. Im Enterprise  2.0 legt die Führungskraft die Routine ihrer Arbeit mithilfe sozialer  Software offen. Das setzt Führungspersönlichkeiten voraus, die keine  Angst vor Offenheit und nichts zu verbergen haben.</p>
<p><strong>Netzbasierte Sozialkompetenzen fördern</strong></p>
<p>Schon  lange beschäftigen sich Unternehmen mit  der Frage des Nutzens oder der  Usability von IT-Systemen. Dabei  vergessen sie oft, dass Menschen die  Nutzer dieser Systeme sind und mit  ihnen interaktiv arbeiten sollen  (Mensch-Maschine-Interaktion). Mit der  Nutzung der sozialen Systeme in  Unternehmen gewinnt diese Frage eine  neue Brisanz. Denn nun sollen die  Mitarbeiter über diese Systeme  miteinander arbeiten. Hieraus ergeben  sich hohe Anforderungen an die  Usability. Zugleich erwachsen hieraus  Kompetenzanforderungen an die  Mitarbeiter und Führungskräfte. Diese  werden oft unterschätzt.  Entsprechend viele Projekte sind schon an den  mangelnden netzbasierten Sozialkompetenzen gescheitert.</p>
<p><strong>Ausblick</strong></p>
<p>Die  angestellten Betrachtungen zum Thema Enterprise 2.0 mögen manche  Entscheider zunächst lähmen. Denn die Anforderungen sind komplex und  stark voneinander abhängig. Zudem sind die Budgets nicht eingrenzbar und  der Erfolg der Maßnahmen nur schwer nachweisbar.</p>
<p>Deshalb zeichnet sich bei diesem Thema in vielen Unternehmen eine  ähnlich kategorische Pro- oder Contra-Entscheidung ab, wie bei  vergleichbaren Themen der lernenden Organisation. Historische  Erfahrungen zeigen jedoch: Tiefe strukturelle Entwicklungen von  Unternehmen haben stets lange Inkubationszeiten. Denn hierfür müssen  Menschen in den engen Unternehmenskorsetten zunächst gesellschaftliche  und soziale Entwicklungen wahrnehmen und für sich Anpassungsstrategien  entwickeln. Und diese individuell verankerten Handlungsmuster stellen  dann den Nährboden für organisationale Entwicklungen dar.</p>
<p>Von diesem Punkt sind die meisten Unternehmen weit entfernt. Daher  macht es aktuell meist wenig Sinn, umfassende Enterprise 2.0-Konzepte  für Unternehmen zu entwickeln. Sinnvoller ist es, gezielt und dauerhaft  Impulse im sozialen System Unternehmen zu setzen. Kleine Injektionen  erzeugen oft größere Wirkungen im Hinblick auf eine nachhaltige  Unternehmensentwicklung als umfassende Reorganisationen.</p>
<p>Wie groß die Injektionsnadel sein muss und welcher Wirkstoff der  richtige ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Denn letztlich  sollte der Reifegrad des Unternehmens der Ausgangspunkt für alle  Enterprise 2.0-Aktivitäten sein.</p>
<div><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="http://www.business-wissen.de/uploads/pics/Lembke_Gerald_Prof_Dr.jpg" alt="Prof. Dr. Gerald Lembke" width="100" height="150" /></div>
<p><strong><br />
Über den Autor</strong></p>
<p>Prof. Dr. Gerald Lembke leitet den Studiengang Digitale Medien mit  Schwerpunkt Medienmanagement &amp; Marketing an der Dualen Hochschule  Baden-Württemberg in Mannheim und ist Associate bei der  Unternehmensberatung Dr. Kraus &amp; Partner.</p>
</div>
  ]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Think Tank -Wachsen und Wandeln im Griff- zum Welt Usability Tag 2009 (Video)</title>
		<link>http://www.handspiel.net/magazin/2010/02/27/think-tank-wachsen-und-wandeln-im-griff-zum-welt-usability-tag-2009-video/</link>
		<comments>http://www.handspiel.net/magazin/2010/02/27/think-tank-wachsen-und-wandeln-im-griff-zum-welt-usability-tag-2009-video/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Preuß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Business Anwendungen]]></category>
		<category><![CDATA[HANDSPIEL]]></category>
		<category><![CDATA[Change Management]]></category>
		<category><![CDATA[Usability & Design]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.handspiel.net/?p=1734</guid>
		<description><![CDATA[ <img width="640" height="250" src="http://www.handspiel.net/magazin/wp-content/uploads/2010/02/011-640x250.jpg" class="attachment-featured-slideshow-thumb wp-post-image" alt="01" title="01" /><br> Zweiter Think Tank auf der HANDSPIEL Usability Messe 2009, zum Welt Usability Tag am 12. November 2009. Referenten: Claudius Markov &#8211; Change Manager &#8211; Markov&#38;Markov Stephan Preuß &#8211; Geschäftsführer HANDSPIEL GmbH  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[ <img width="640" height="250" src="http://www.handspiel.net/magazin/wp-content/uploads/2010/02/011-640x250.jpg" class="attachment-featured-slideshow-thumb wp-post-image" alt="01" title="01" /><br> <p>Zweiter Think Tank auf der HANDSPIEL Usability Messe 2009, zum Welt Usability Tag am 12. November 2009.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yiroALN1p48&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/yiroALN1p48&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wCVYtWDGXwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/wCVYtWDGXwo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><em>Referenten:</em><br />
Claudius Markov &#8211; Change Manager &#8211; Markov&amp;Markov<br />
Stephan Preuß &#8211; Geschäftsführer HANDSPIEL GmbH</p>
  ]]></content:encoded>
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