Vielleicht haben Sie es schon einmal gehört: Immer wenn eine Softwareanwendung nicht ganz so läuft, wie es sich der Programmierer gedacht hat, spricht man von einem Bug.
Ein Käfer im Relais
Die Legende besagt, dass die Bezeichnung „Bug“ (engl. Käfer / Wanze) auf die Computerpionierin Grace Hopper zurückgeht. Die Grand Dame der Computergeschichte soll am 9. September 1947 eine Motte in einem Relais des Computers Mark II Aiken Relay Calculator gefunden haben. Die Motte wurde von ihr aus dem Relais entfernt und in ein Logbuch geklebt. Dazu vermerkte sie: “First actual case of bug being found.” (deutsch: „Das erste Mal, dass tatsächlich ein ‚Käfer‘ gefunden wurde.“). Auch wenn die Logbuch-Eintragung ausdrücklich darauf hinweist, dass der Begriff „Bug“ bereits vor dem Mottenfund für die Bezeichnung eines Programmfehlers genutzt wurde, hält sich die Legende, dass gerade dieser Fund zu dem Begriffsfindung beitrug. Die Seite des Logbuchs von Grace Hopper befindet sich heute mit der Motte am Smithsonian Institute.
Tatsächliche Wortherkunft
Bereits im 19. Jahrhundert bezeichnete der englischsprachige Volksmund kleine, gemeine und kaum greifbare Wesen als „Bugs”. 1878 jschrieb Edison an seinen Erfinderkollegen Tivadar Puskás eine Notiz, in der erstmals das Wort “Bug” für die Beschreibung von kleineren technischen Schwierigkeiten dokumentiert ist: “… The first step [in all of my inventions] is an intuition, and comes with a burst, then difficulties arise – this thing gives out and [it is] then that ‘Bugs’ – as such little faults and difficulties are called – show themselves …” Frei übersetzt: Immer wenn man denkt, ein neues Maschinchen läuft wie geschmiert, streuen einem sogenannte “Bugs” Sand ins Getriebe.
Thomas A. Edison ist damit zwar nicht der Erfinder des Begriffs „Bug“, aber ein guter Zeitzeuge für eine bereits damals gängige Begriffsbezeichnung.
Bildquelle:
- U.S. Naval Historical Center Online Library (http://www.history.navy.mil/photos/images/h96000/h96566kc.htm)







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