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Nutzungsmöglichkeiten für QR-Codes

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Inzwischen hat sie vermutlich jeder schon das eine oder andere Mal irgendwo gesehen: Die kleinen, pixeligen und vielen Menschen immer noch rätselhaften QR-Codes. Bislang ist ihre Verbreitung in Deutschland noch relativ gering, zumindest für den Durchschnittsbürger. In geschäftlichen Prozessen spielen sie bereits seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle. So finden sich QR-Codes auf Briefen, Paketen, Bahntickets und innerhalb von Warenwirtschaftssystem von Firmen, um nur einige Beispiele zu nennen.

In der Geschäftslogik von Unternehmen verrichten sie zuverlässig ihren Dienst, sie ersparen das fehleranfällige, händische Eintippen von Nummern und können wie herkömmliche Barcodes gescannt werden. Der Vorteil: QR-Codes können wesentlich mehr Daten beinhalten, angefangen bei Web-Adressen (URLs) über Textbotschaften bis hin zu digitalen Visitenkarten sind zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten vorhanden. Die Daten sind dabei so gespeichert, dass der QR-Code noch lesbar ist, wenn bis zu 30% seiner Fläche zerstört sind.

QR-Codes sind also sowohl vielseitig, als auch robust und wären eigentlich viel zu schade, um lediglich in Lagerhäusern und auf Briefen ein tristes Dasein zu fristen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones ergeben sich seit einiger Zeit ganz neue Nutzungsmöglichkeiten. Mit Hilfe der integrierten Kamera und der passenden App lassen sich die Daten direkt auf dem Handy auslesen. In Japan schon länger verbreitet, wagen nach und nach auch in Deutschland einige Firmen, die Codes überdimensional auf Plakatwände zu drucken oder auf Flyern zu positionieren, um Aufmerksamkeit zu erregen.

QR-Codes als Marketing-Instrument

Beispiele aus der sehr erfolgreichen QR-Kampagne Hidden Sound von Zoo Records aus Tokyo

Das folgende Beispiel zeigt den geschickten Einsatz von QR-Codes zur Vermarktung eines Independent-Plattenladens aus Tokyo. Dazu wurden im "Street Art"-Stil Silhouetten von Tieren – bestehend aus QR-Codes – in der Stadt verteilt an die Wände plakatiert. Smartphone-Besitzer konnten nun die Codes mit ihrem Handy scannen und bekamen darauf hin Informationen zur jeweiligen Band inklusive Hörproben auf ihrem Handy anzeigen. Über soziale Netzwerke wurde die Musik unzählige Male weiterempfohlen. Der Erfolg dieser Kampagne zeigte Wirkung: Innerhalb von nur einer Woche waren die Tonträger von 50% der beworbenen Bands ausverkauft!

Dies ist nur ein gut gelungenes Beispiel für den kreativen Einsatz von QR-Codes. Auch prominentere Firmen wie z.B. Intel ließen sich schon dazu hinreißen, in Zeitschriften QR-Codes abzudrucken, über die der Leser auf eine eigens dafür eingerichtete Microsite kam, die knapp zusammengefasst Informationen über die neuste Prozessorgeneration preisgab. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, findet bei Mobile Marketing Welt in Kürze, worauf man bei einer QR-Kampagne achten sollte.

Den Alltag vereinfachen

Inzwischen gibt es auch Gewinnspiele, Schnitzeljagden oder andere Spiele, die auf den kleinen Pixeln basieren, die Möglichkeiten sind sicher noch lange nicht ausgeschöpft. Unter den ganzen Verwendungen finden sich auch deutlich sinnvollere Verwendungen, wie z.B. der BezahlCode, welcher die Übertragung von Bezahlinformationen aus einer Rechnung direkt in eine Online-Banking App auf einem SmartPhone übertragen kann:

http://www.youtube.com/watch?v=AQ4_sqYW-ac

Fazit

Die kreativen Möglichkeiten in der Verwendung von QR-Codes sind sicher noch längst nicht ausgeschöpft und mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und mobilem Breitband-Internet steht der Verwendung zumindest aus technischer Seite kaum noch etwas im Weg. Der nächste Schritt wäre jetzt, dass die Benutzer auch lernen, damit umzugehen. Auch sollte man sich bei jeder Kampagne genau überlegen, ob ein Mehrwert durch die Verwendung von QR-Codes generiert werden kann oder ob die herkömmlichen Medien ausreichen.

Bildquelle: adsoftheworld.com

Von - 28.02.2011

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