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Internet Explorer 9: Microsoft holt auf

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In den vergangenen Jahren hinkte Microsoft mit seinem Browser stets der Konkurrenz hinterher. Mit dem bald erscheinenden Internet Explorer 9 will der Konzern aus Redmond nun wieder aufholen.

Zurzeit liegt der Internet Explorer 9 noch als Beta-Version vor und wird somit noch nicht für den Produktiveinsatz empfohlen, die jetzige Version wird sich bis zum endgültigen Erscheinen aber wohl nicht mehr groß ändern. Wer sich schon einmal einen Eindruck von der neuen vom neuen IE machen will, kann sich die Vorabversion bei Microsoft herunterladen.

Screenshot des Internet Explorer 9

Die Oberfläche des Internet Explorer 9 wurde im Vergleich zu den Vorgängerversionen deutlich reduziert.

Beim ersten Öffnen fällt zunächst auf, dass die Benutzeroberfläche eine deutliche Überarbeitung erfahren hat. Tabs und Adresszeile wurden platzsparend in einer einzigen Zeile am oberen Bildschirmrand untergebracht. Das Suchfeld wurde mit dem Adressfeld vereint, wie es bereits aus Googles Browser Chrome bekannt ist. Da die Statuszeile am unteren Bildschirmrand ebenfalls gestrichen wurde, steht nun deutlich mehr Fläche zum Anzeigen der Internetseiten zur Verfügung. Zusätzlich sorgt neue Download-Manager sorgt für weniger Fenster-Chaos beim gleichzeitigen Download mehrerer Daten.

Auch unter der Haube hat sich viel getan, vor allem die deutlich verbesserte Unterstützung aktueller Webstandards wurde verbessert. Im so genannten ACID3-Test schafft er 95 von 100 Punkten, was ein sehr gutes Ergebnis darstellt. Durch die Unterstützung zahlreicher HTML5-Features lassen sich nun Videos und interaktive Grafiken ohne den Einsatz zusätzlicher PlugIns in Webseiten einbinden. Darüber hinaus wurden die Unterstützung vieler CSS3-Features integriert, sowie die Darstellung von Schriften deutlich verbessert, was vor allem Webdesigner freuen dürfte.

Unterm Strich kann man sagen, dass Microsoft mit dem Internet Explorer 9 ein anständiges Update gelungen ist. An das neue Interface wird sich sicher so mancher erst einmal gewöhnen müssen, jedoch sind vor allem die technischen Verbesserungen im Hinblick auf Webstandards zu Loben. Microsoft hat anscheinend beim Internet Explorer inzwischen eingesehen, dass es sich lohnt, auf offene Standards zu setzen und die Kompatibilität mit den Produkten anderer Hersteller zu gewährleisten. Verglichen mit der Konkurrenz kann man jedoch nicht von wirklichen Innovationen sprechen, denn Browser andere Hersteller beherrschen viele der von Microsoft angepriesenen neuen Funktionen bereits seit langem. Der wohl größte Kritikpunkt ist jedoch, dass der neue Browser nicht mehr für Windows XP erscheinen wird, welches bis heute das am meisten verwendete Betriebssystem weltweit darstellt.

Von - 06.10.2010

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