De-Mail: Die rechtssichere e-Mail mit Portokosten beginnt

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Das Projekt De-Mail hat die Pilotphase abgeschlossen und rechtliche Rahmenbedingungen werden gegenwärtig mit dem sogenannten “Bürgerportal-Gesetz” abgesichert. Erste Provider bieten bereits die Vorregistrierung an Adressen an. Aber was ist De-Mail eigentlich?

De-Mail soll mehr Sicherheit im e-Mail-Verkehr ermöglichen, indem ähnlich dem Postident-Verfahren Accounts vor der Nutzung bestätigt werden müssen. Dazu wird ein Ausweisdokument in einer Behörde vorgelegt, welche dann den Account freischaltet.  Dieses Verfahren ist bereits bei zahlreichen e-Shops gebräuchlich.

Etwas ungebräuchlich ist der Namenszwang. Jede Adresse muss nach dem Muster Vorname.Nachname@anbieter.de-mail.de gebildet werden. Bei Namensdopplungen werden Ziffern an den Nachnamen angehängt werden. Das Aus für “Bussybaer86″, aber Hans.Schmidt649@gmx.de-mail.de wird eineindeutig zuzuordnen sein.

Im e-Mail-Verkehr bietet De-Mail aber noch mehr: Durch die Bindung von Nutzer und Account sollen Spam-Mails vermieden werden. Die Änderung und das Abrufen sensibler Daten bei Behörden und Unternehmen soll durch das rechtssichere Anschreiben möglich werden. Zusätzlich sollen Einschreiben nun auch rechtsgültig via e-Mail versandt werden können.

Natürlich bietet auch De-Mail sichere Verschlüsselung, Archivierung und die Einhaltung aller gängigen Datenschutzrichtlinien. Und alles gratis?

Was umsonst ist, das ist auch nichts wert. Wahrscheinlich 15cent sollen e-Mails bei De-Mail kosten, so zitiert HNA.de den GMX-Sprecher Holger Neumann. Damit sollen die erheblichen Vorleistungen für die Sicherheits-Infrastruktur der Anbieter abgefangen werden.

Immerhin: Das ist 40cent günstiger als ein Standartbrief und – nunja – 15cent teuerer als eine normale e-Mail. Ob Nutzer allerdings bereit sein werden, für Dienste, die normalerweise gratis zu nutzen sind, Geld zu bezahlen, wird vom tatsächlichen Nutzen abhängen.