Zur Zeit betreiben Designforscher der Deutschen Telekom Studien zur Entwicklung des Handys für die Frau. Wie stellt man sich so ein typisches Frauenhandy vor? Farblich in pink getaucht, besetzt mit Strasssteinchen und mit unendlicher Akkulaufzeit für stundenlange Gespräche. Ganz so einfach machen es sich die Designexperten allerdings nicht. “G” – das Handy für die Frau, wird nicht einfach so nach Belieben entwickelt. Nein, die Deutsche Telekom Laboratories mit Leiterin Gesche Joost, führen mehrere Workshops durch, in denen sie Frauen zwischen 14 und 65 auf ihre Handy-Gewohnheiten untersuchen. Sie nutzen „Participatory Design“ um die Frauen direkt in den Designprozess mit einzubeziehen. Zuerst sollen sie sich mit Hilfe von z.B. Einwegkameras zwei Wochen lang selbst beobachten. Danach werden sie gebeten durch Verwendung verschiedener Materialien (z.B. Schaumstoff, Schere und Leim) Prototypen zu erstellen. Die Erfolgsstrategie lautet also direkt mit den potentiellen Kunden von Anfang an zusammen zu arbeiten und ein Handy nach ihren Wünschen anzufertigen. Dadurch ersparen sie sich eine Handygeneration nach der nächsten zu entwickeln, um im Nachhinein entdeckte Fehler zu beheben.
Ein bereits abgeschlossenes Projekt beinhaltete die Aufgabe ein Telefon für Senioren zu entwickeln, das nicht wie aus dem Sanitätshaus aussieht, aber trotzdem leicht zu bedienen ist. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Zielgruppe haben sie ein Gerät auf den Markt gebracht, das genau diese Ansprüche erfüllt.
Handyentwicklung Seite an Seite mit der Zielgruppe
– 12. August 2009Veröffentlicht in: Bedienbarkeit






Langeweile unterwegs?