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Sonntag, 18. November 2007

Vorschau auf Googles Handyplattform

Android geht an den Start: Google hat jetzt das erste Entwicklungskit und die Dokumentation für Entwickler freigegeben. Damit kann sich jetzt jeder mit der Softwareentwicklung für das Betriebssystem befassen. Google hat erkannt, dass die Akzeptanz seines Systems wesentlich von der Programmvielfalt abhängt. Schließlich ist Windows Mobile nur deswegen so gut angenommen, weil es tausende Programmen dafür gibt. Ausschließlich das tröstet mich bei Windows darüber hinweg, dass ich mein Telefon alle 5 Tage neustarten muss es von Zeit zu Zeit abstürzt.
Um der Entwicklung noch ein wenig auf die Sprünge zu helfen hat Google Preisgelder in Höhe von 10 Mio. USD ausgeschrieben. Genial - ich nenne es 10.000.000 Dollar für 10.000.000 Anwendungen. Die Preisgelder liegen zwischen 25T und 250T USD und sollen duch eine Expertenjury vergeben werden. Was für ein Anreiz für die Open Source-Entwickler!

Das folgende Video ist die offizielle Präsentation an die "Webgemeinde" und demonstriert die Möglichkeiten. Ich denke Android könnte dem iPhone das fürchten lehren. Ich bleibe gespannt
Geschrieben von Stephan Preuß in Technik um 11:34 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 5. November 2007

Google Mobile Pläne: Die große neue Richtung

Heute ist es so weit: Eric Schmidt von Google gibt erste konkrete Informationen zum Mobilfunkgeschäft preis. Ok, es wird doch alles anders als ich und viele andere gedacht hatten: Google konzentriert sich auf sein Geschäft als Netzwerker - A mit B verbinden. Wie kürzlich auch der Standard OpenSocial, der helfen soll die sozialen Netzwerke XING, Orkut, StudiVZ usw. miteinander zu verknüpfen. Etwas ähnlich scheint sich nun auch das lang diskutierte "Google Phone" zu entwickeln, was nun selbst keines werden soll.

Despite all of the very interesting speculation over the last few months, we’re not announcing a Gphone. However, we think what we are announcing — the Open Handset Alliance and Android — is more significant and ambitious than a single phone.

(techcrunch - http://www.techcrunch.com/2007/11/05/breaking-google-announces-android-and-open-handset-alliance)


Der Konzern hat 33 Mobilfunkhersteller und Netzbetreiber aus aller Welt als Partner gewonnen, sagte der Google-Chef - und bestätigte dann die Gerüchte, die seit Tagen die Netz-Gemeinde umtrieben: Der Konzern wird ein Handy-Betriebssystem veröffentlichen, das auf Geräten aller möglichen Hersteller laufen soll.

(spiegel online - http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,515504,00.html)


Eric Schmidt bezieht die Pläne von Google auf 3 Milliarden Mobilfunknutzer. In der Allianz befindet sich unter anderem Cina Mobile mit rd. 350 Mio. Kunden und Telecom Italia, welche mit ihrem TIM Netz Südamerika flächendeckend bedient.

Die Liste der bis jetzt teilnehmenden Partner (Open Handset Alliance) liest sich beindruckend:

  • China Mobile (350 Mio. Kunden)
  • eBay
  • HTC (großer Smartphone-Hersteller - u.a. XDA, MDA)
  • Intel
  • KDDI (Netzbertreiber Japan, 20 Mio. Kunden)
  • LG
  • Motorola
  • Nvidia
  • Samsung
  • Sprint Nextel (Netzbertreiber USA, 55 Mio. Kunden)
  • Telecom Italia (TIM & TIM Brazil: 57 Mio. Kunden
  • Telefonica (u.a. neuer Besitzer von O2, Telefónica Móviles: 100 Mio. Kunden)
  • Texas Instruments
  • T-Mobile (109 Mio. Kunden)


Hinzu kommen Firmen für Chips (Qualcomm, Broadcom), Softwarehersteller für Javaanwendungen und Sprachqualität usw. Mach summa summarum einen potentiellen Markt von 690 Mio. Kunden weltweit - nicht schlecht. Eric Schmidt erwähnt in der Konferenz das es weltweit 3 Milliarden Mobilfunknutzer gibt.

Ergebnis von dem was ich bis jetzt gelesen habe:

  • Google bingt ein Betriebssystem "Android" heraus, es wird Open Source sein.
  • Ein "robuster" Webbrowser soll das jetzige Internet auf mobile Geräte bringen können. D.h. nicht angepasste Desktop-Websites werden mit dem Handy bedienbar?
  • Hinzu kommt das schon fast obligatorische Frameframe, mit dem sich Anwendungen perfekt entwickeln lassen können.
  • "Android ist in erster Linie eine Entwickler-Plattform. Sie sollten nun beginnen, all die Dinge, über die sie immer nur nachgedacht haben, jetzt umzusetzen."


In der nächsten Zeit werde ich mir Gedanken dazu machen wie sich Webbranche und Kunden darauf einstellen können. Vor allem wo es die ersten sinnvollen Anknüpfungs- und Prüfpunkte zwischen "Desktop-Web" und "Mobile-Web" geben wird. Denn Erfahrung ist in dem Bereich ist noch Mangelware.

Abschließend noch ein rühriges Zitat von Sergey Brin, Gründer von Google:

“As I look at it I reflect, ten years ago I was sitting at a graduate student cubicle. We were able to build incredible things,. There was a set of tools that allowed us to do that. It was all open technologies. It was based on Linux, GNU, Apache. All those pieces and many more allowed us to do great things and distribute it to the world. That is what we are doing today, to allow people to innovate on today’s mobile devices. Today’s mobile devices are more powerful than those computers I was working on just ten years ago. I cannot wait to see what today’s innovators will build.”

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:30 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Google und die mobile Revolution - Teil 1

Das Google Phone kommt - und wenn Google seiner Tradition treu bleibt kann es den Durchbruch zur mobilen Kommunikation bedeuten. Ich möchte in drei Teilen einen Ausblick darauf geben, was diese Revolution bedeuten würde und wie sich die Unternehmen im Internet rechtzeitig darauf einstellen können und abschließend wie der gläserne Google Handyträger aussehen kann. Natürlich bleibt alles Spekulation und Google wird uns mit manchem noch überraschen.

Teil 1: Was die mobile Revolution bedeutet
Teil 2: Rechtzeitig sich darauf vorbereiten (folgt)
Teil 3: Die Kanibalisierung unserer Daten (folgt)

Sommer 2006 tauchten die ersten Meldungen zu Googles Interesse für das Handygeschäft auf. Schon da hatte ich mir überlegt das ein - offenbar - so entferntes Feld nicht mit etwas größerem zusammenhängt. Welche Idee würde Google dort einen ähnlichen Markterfolg versprechen wie Pagerank oder 1GB Gmail? Ganz einfach: kostenlose Telefonate und kostenloses mobiles Internet. Die entstehenden Möglichkeiten wären gewaltig. Denn welcher Anwender würde dann nicht sofort zu einem Google Phone greifen? Sofern es über alternative Dienste finanzierbar bleibt. Lokalisierte und personalisierte Werbung könnte die Kosten vermutlich wieder einspielen. Zumal Google das einzige Unternehmen ist, welches über die entsprechenden Ressourcen verfügt.

Was Google bereits unternommen hat:


Mitte September überschlugen sich dann die Meldungen zum Google Phone: AdWords werden mobil möglich, Spekulationen auf eine britische Mobilfunklizenz, der Handypreis solle unter 100$ liegen, mobile Anwendungen für Docs und Spreadsheet werden veröffentlicht, Google meldet ein Patent für mobiles Bezahlen an - gPay.

Im Web wird mittlerweile über erstes bis zweites Quartal 2008 mit der Vorstellung für die USA spekuliert. Die Versteigerung der 700Mhz Lizenz ist für Anfang 2008 geplant. Offen ist daher wie Google mit der technischen Infrastruktur umgehen wird.

Zurück zum "BigBang": Die Marktstrategie von Google lautet, bisher kostenpflichtige Angebote jedermann kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug dazu sammelt Google Daten und schaltet die dazu passende Werbung. Das war mit Gmail so, mit Google Docs und Spreadsheets, mit Google Maps, Google Earth und dem Website Tool Google Analytics (reine Datensammlung). Da Google - offenbar - jederzeit die Refinanzierung durch Werbung gelungen ist, wäre kostenlose Telefonie und kostenloses Internet durchaus die logische Konsequenz. Genau über diesen Punkt wird mitterweile viel spekuliert und ich halte das zu 70% für wahrscheinlich.

Wenn es so kommt und Google kaum Fehler unterlaufen würden sie sowohl das angestammte Mobilfunksystem als auch die art der Mobilfunknutzung neu definieren.

Ein erster Ansatz, was das bedeuten würde:

  • Telefon:
    Festnetztelefone wären überflüssig, ich kann jederzeit und von überall kostenlos telefonieren. Ich fange an mich mehr über banale Dinge mit Freunden auszutauschen, es kostet nichts und macht Spaß.
  • Suche:
    Ich kann jederzeit und überall auf das gesamte Wissen im Internet zugreifen. Bitte noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: jederzeit und überall das im Internet verfügbare Wissen abfragen.
    Beispielsweise im Supermarkt Produktbewertungen suchen, mich schnell bei Wikipedia schlau machen oder die Vorlieben einer Bekanntschaft bei facebook-xing-orkut-studivz abfragen.
  • Navigation:
    Google Maps lechzt förmlich nach einer Schnittstelle zu GPS oder wenigstens der groben Ortung über Mobilfunkantennen. Navigation ist dabei noch trivial. Ich könnte beispielsweise eigene Geotags setzen: Am Eiffelturm einen Blogeintrag verfassen und an diesen Ort taggen. Der Eintrag wäre über Google Earth wiederzufinden, oder mit dem nächsten Google Phone welches sich am Eiffelturm nach Daten sucht. Mobile Gästeführer lassen sich mit Geotags ermögliche. In dem Ansatz bestehen noch große Möglichkeiten.
  • Organisation:
    Viele Firmen haben Teile ihrer Kommunikation bereits auf Google verlagert - sei es Email, Textdokumente, Tabellen oder Notizensammlungen. Mit einem freien mobilen Zugang hätte ich von überall die Möglichkeit auf meine Dokumente und E-Mails zuzugreifen. Damit würde mancher Griff zum Laptop oder PC entfallen, denn das Handy ist immer online.
  • Einkaufen:
    Ehrlich, das könnte nach hinten losgehen. Ich wäre in der Lage im Karstadt noch vor dem neuen Plasma-Fernseher die Preise bei Amazon oder eBay gegenzuchecken und könnte sofort mobil bestellen. Lieferung nach Hause inklusive. - hier gilt es abzuwarten -
  • Werbekonsum:
    Das wird dagegen interessant. Lokalisierte Werbung bedeutet auch lokalisierte Lockangebote. Viele Unternehmen lassen sich mittlerweile in Google Maps aufnehmen. Befindet sich mein Google Phone nun in der Nähe eines Kinos, wäre es sinnvoll mir die aktuellen Filme für heute Abend aufs Handy zu beamen. Oder auch beim Eintritt in den Saturn-Markt mir einen "MegaSamstagGeizGeil10ProzentRabattGutschein" mit einfachem Barcode auf das Handy zu senden. Die Lokalisierung über über die Mobilfunkantennen sollte ausreichen.
    Selbst Veranstalter könnten noch eine Stunde vor Showbeginn Gutscheine auf alle Google Phones im Umkreis schicken, für den Fall das noch Plätze zu verkaufen sind.
  • Socialnetwork:
    Hier werden sicher die meisten Stilblüten entstehen. Ich könnte in meinem Orkut-Profil beispielsweise meine aktuelle Position permanent taggen, oder auch meine zurückgelegten Wege. Selbst meine Googletalk-Freunde im Umkreis von 500m ließen sich anzeigen.
  • Bezahlung:
    gPay ist patentiert, ein System das Bezahlen mit dem Handy ermöglicht. Zugegebenermaßen ist die Idee an sich nicht neu, sie würde die Palette der Google-Dienste jedoch ergänzen und wäre eine gute Einnahmequelle.
    So wird bei Verkehrsunternehmen seit langem mit bargeldlosen Systemen experimentiert. Kaum eine Idee die sich für den massenhaften Einsatz bis jetzt Marktreif geworden ist. Meist scheitert es am Medium (RFID-Karten, Chipkarten, ...), an der teuren Infrastruktur sowie der Verbreitung der Geräte. Das Bezahlen per Handy wird daher von vielen als praktikable Lösung angesehen. gPay kann dem mobilen Bezahlen zum Durchbruch helfen. Beim Beispiel der Verkehrsunternehmen reicht bloßes Einsteigen - Handy und Bus kümmern sich um die Abrechnung. Ohne über Zusatzgeräte gehen zu müssen.

Die Lieblingsfeatures der Anwender werden sicherlich nicht beabsichtige Funktionen sein. Vielleicht wird es "in" sein, massenweise Handyfotos zu sammeln und diese mit Geotags zu versehen. Damit könnte ich einen Lifeblog führen, jeden Tag meines Lebens ein Foto speichern und automatisch mit Geokoordinaten versehen. Damit ließe sich der gesamte Lebensweg bloggen. Ich glaube das gerade solche Stilblüten uns noch überraschen werden.

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 13. August 2007

Mobile Web Best Practices Standard

Das W3C hat den Mobile Web Best Practices Standard einmal in deutsch zusammengefasst und auf 10 kleinen Kärtchen veröffentlicht. Jeder der für "das eine Web" Inhalte bereit stellt, sollte sich die Seite genauer anschauen.

"Mobile Web Best Practices 1.0" ist ein Webstandard von W3C, der Menschen dabei unterstützt, Inhalte so zu gestalten und auszuliefern, dass sie auch auf mobilen Geräten gut funktionieren. Dieser Kartensatz fasst die Richtlinien des Dokumentes in zehn Themengruppen zusammen. Indem sie diesen Vorgaben folgen, vergrößern Inhalteanbieter ihr Publikum, produzieren effektive Webauftritte und -applikationen und machen das Webbrowsen auf mehr Geräten zum angenehmen Erlebnis.

Für weitere Informationen:
http://www.w3c.de/Flyer/mwbp_flipcards_de.html
http://www.w3.org/TR/mobile-bp/

Geschrieben von Christoph Schöne in Technik um 15:07 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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