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Dienstag, 29. April 2008

Lebendig animiert: Die neue Website der Sedus Stoll AG - mit AJAX

straight. - eine namhafte Agentur für Kommunikation aus München - lieferte vor einigen Wochen die neue Website der Sedus Stoll AG aus. Der Büromöbel-Hersteller hatte bezüglich des Relaunches den Wunsch eine AJAX-lastige, 'hippe' aber trotzdem sehr kompatible Seite entwickeln zu lassen.

Der ursprüngliche Entwurf, den kompletten Inhalt auf einer Art Band zu animieren, konnte leider nicht überzeugen. Letztlich überzeugte straight. seinen Kunden von einer Kombination interaktiver Elemente mit Bezug zum klassischen Online-Katalog.

Unsere Aufgabe betraf dabei die Umsetzung der geforderten Funktionalitäten mit Hilfe der DHTML- und AJAX-Technologie, sowie die Unterstützung des Projektteams mit Ideen zu passenden Effekten. Als Grundlage wurden die Mootools eingesetzt, die als schlankes und schnelles JavaScript-Framework schon in mehreren Projekten bei uns Verwendung fanden. Dadurch ist ebenfalls ein gewisses Mindestmaß an Browser-Kompatibilität gesichert. Trotzdem mussten, aufgrund der notwendigen Unterstützung des Internet Explorer 6.0, einige Abstriche in Kauf genommen werden. Besonders die Darstellung einiger Effekte bleibt bei IE6 weit hinter den anderen Browsern zurück.

Natürlich wäre auch die Umsetzung des Konzepts in Flash möglich gewesen, doch wäre dann den Suchmaschinen der Inhalt weitestgehend verborgen geblieben, was inakzeptabel ist. Außerdem sperrt Flash derzeit das Gros der mobilen Browser aus. Diese werden jedoch immer wichtiger. Mit Hilfe von so genannten "Newsfeeds", ortsbezogenen Diensten usw. wird sich das Internet 2008 für die mobile Nutzung rasant weiterentwickeln. So ist eine Business-Website als reine Flash-Anwendung nicht nur schlecht wartbar sondern auch extrem kurzsichtig. Dafür entwickelt sich Flash in anderen Bereichen hervorragend weiter.

Wünschenswert wäre in diesem Bereich eine bessere und schnellere Akzeptanz von verabschiedeten Standards durch die beiden großen Browser-Schmieden Mozilla und Microsoft - Opera nimmt im Vergleich dazu gerade eine vorbildliche Position ein.

Durch die breitere Nutzung von Standards wie SVG und CSS 3 könnten die meisten Probleme schnell gelöst werden. Sofern nicht wieder die Microsoft Softwareschiede bei der Interpretation von Standards ihr eigenes Süppchen kocht. Dennoch bleibt das wohl ein Wunschtraum und die Umsetzung offener Browser-kompatibler Webanwendungen ein Kunststück, dem sich HANDSPIEL stellt.

Auftraggeber: straight. und mellowmessage

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 13:19 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 21. April 2008

Online-Shopper mögen’s schnell

Die Schnelligkeit des Kaufvorgangs und die gute Verfügbarkeit der Produkte sind die wesentlichen Motive für den Internetkauf. Zeitvertreib und Entspannung spielen dagegen als Beweggrund eine untergeordnete Rolle. Die novomind AG hat in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handlesblatt.com sechs Käufertypen im Internet herausgearbeitet. Dazu befragte sie 186 Fach- und Führungskräfte aus der Internetwirtschaft zu den Beweggründen von Internet-Shoppern. Die so ermittelten Käufertypen reichen von „Jungen Lustkäufern“ über „Skeptische Gelegenheits-Shopper“ und „Bedächtige Vergleicher“ bis hin zu „Ausgeglichenen E-Shopping-Profis“.

Wirklich überraschend sind die Befragungsergebnisse der "Käufertypologien im Internet - Umsatzstimulation durch erfüllte Kaufmotive" nicht. Das sich der Online-Kauf vom klassischen Einkauf im stationären Handel unterscheidet, dürfte den meisten längst klar sein. Trotz allem ist es sicher hilfreich, sich die unterschiedlichen Handlungsmotive immer mal wieder vor Augen zu führen, um ihnen bei der Shopkonzeption ausreichend Rechnung tragen zu können. Die wichtigsten Gründe, die für den Online-Kauf sprechen sind:

  • der schnelle und belastungsfreie Einkauf,
  • die gute Verfügbarkeit der Produkte,
  • die Bequemlichkeit des Einkaufsvorgangs,
  • die Anonymität des Internets sowie
  • die gute Vergleichbarkeit der Produkte im Hinblick auf Qualität und Preis mit Hilfe von Foren und Bewertungen.

Interessant ist, dass gut 70% der Online-Shopper sich bei ihrer Kaufentscheidung auf das Urteil Dritter verlassen. Nach den Befragungsergebnissen verlassen sich 54% der Surfer auf hohe Verkaufsränge und positive Produktbewertungen.


Quelle: http://www.novomind.de

Geschrieben von Irka Schneider in Stand & Trends um 19:48 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Samstag, 19. April 2008

Grenzenlose Vielfalt hat ihre Grenzen

Nur ein Bruchteil des umfangreichen Internetangebots werden von den Deutschen tatsächlich genutzt. Nach einer Studie von SevenOne Interactive konzentriert sich der deutsche Durchschnittsuser auf acht Webseiten, die er regelmäßig besucht. Dabei traten in der repräsentativen Studie deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern hervor.

So rufen Männer durchschnittlich 9,4 Seiten regelmäßig auf, während Frauen lediglich 6,1 Seiten regelmäßig besuchen. Männer im Alter von 30 bis 39 Jahren legen mit 11,7 regelmäßig besuchten Websites die größte Vielfalt an den Tag. Jugendliche im Alter von 14-19 und junge Frauen im Alter von 14 bis 29 Jahren beschränken sich im Gegensatz dazu auf eine eingeschränkte Auswahl von nur 5,8 bzw. 5,7 Favoriten.

Es bleibt also eine trügerische Illusion, dass die schier grenzenlose Informations- und Unterhaltungsvielfalt im Netz auch in vollem Umfang genutzt wird.

Quelle: http://www.sevenoneinteractive.de/

Geschrieben von Irka Schneider in Stand & Trends um 20:21 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 4. April 2008

Google Android: AT&T möchte Handys vertreiben

Nachdem die von  Google angekündigte Handyplattform "Android" für die Entwickler zunächst eine Enttäuschung war, versammeln sich immer mehr Unternehmen die sich an der "Open Handheld Alliance" beteiligen und entsprechende Geräte entwickeln bzw. vertreiben möchten. Gerüchten zufolge soll das erste Gerät im Herbst diesen Jahres vorgestellt werden.

Laut GoogleWatchBlog hat AT&T die Möglichkeiten von Android geprüft und beschlossen entsprechende Geräte zu vertreiben.

Man verspricht sich, durch die leichte Anpassbarkeit und das offene Konzept die eigenen Dienste gut in die Android-Handys integrieren zu können.

Google hat mit seinem Vorgehen die Möglichkeit dem mobilen Internet endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Und das ganze einige Level über dem was Apple bereits vorgelegt hat. Der mobile Markt wird gewaltig, wir bereiten uns vor.

[via GoogleWatchBlog]

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 19:44 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Sonntag, 17. Februar 2008

HD-DVD gegen Blu-Ray offenbar entschieden

Am Wochenende ging es Schlag auf Schlag: Wal-Mart will in den USA bis Juni sein HD-DVD Angebot gegen die Blu-Ray Scheiben eintauschen. Kurz darauf meldet die "Welt", dass auch Toshiba darüber nachdenkt die Produktion von HD-DVD Geräten einzustellen. Damit würde einer der wichtigsten Verfechter des Formats einen Rückzieher machen. Bereits im Januar hatte Warner Home Video's angekündigt für den High Definition-Bereich ab Mai nur noch Blu-Ray Scheiben zu verwenden.

The format war has turned into a format death watch.
Toshiba is widely expected to pull the plug on its HD DVD format sometime in the coming weeks, reliable industry sources say...

(The Hollywood Reporter)

Die Speicherkapazität von Blu-Ray ist erheblich größer, als die der HD-Scheiben: Entweder 25GB, oder 50GB (Double Layer). Damit können sich die Verbraucher jetzt auf ein System verlassen: Blu-Ray. Noch auf der letzten Games Convention in Leipzig gab es ein recht surreales "battle" zwischen den zwei Format-Konsortien, welches beiden einen erfolgreichen Markteinstieg vermasselt hat.

Übrigens: In Europa wurden bis jetzt 2,37 Millionen Blu-Ray DVDs verkauft (Netzzeitung).

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 19:14 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Sonntag, 10. Februar 2008

Mit der Spraydose in der erweiterten Realität (AR)

Aus dem Hause Jung von Matt kommt ein Augmented Reality Projekt: "nextwall". In einem Teil des Projekts wurden Grafittikünstler eingeladen in einer Industriehalle virtuelle 3D Graffitis zu entwerfen. Seht selbst:

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 18:15 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 1. Februar 2008

41 Millionen Deutsche im Netz

Laut der aktuellen Erhebung der AGOF - Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung, waren im dritten Quartal 2007 rund 41,3 Millionen Deutsche im Netz. Damit sind es fast so viele, wie die GEZ an Teilnehmern führt (42 Mio. 2006). Damit sind etwa 64% aller über 14-jährigen online. Von den 14- bis 29-Jährigen sind bereits 93% im Netz. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es knap 80 Prozentl. Und unsere "Silversurfer" ab 50 sind mittlerweile mit 36,4 Prozent im Internet vertreten.

Auch die zentrale Rolle des Internet im Kaufentscheidungsprozess wird in der neuen Welle der internes facts einmal mehr dokumentiert: Mit 96,7 Prozent (38,92 Mio.) informieren sich nahezu alle Onliner im Internet über Produkte. Führend bei der Online-Recherche sind Flug- und Bahntickets, Urlaubs- und Last-Minute-Reisen, Bücher, Hotels und Eintrittskarten. Und auch als zentraler Vertriebskanal hat sich Online nachhaltig etabliert: Über drei Viertel der Internetnutzer (79,7 Prozent bzw. 32,05 Mio.) haben in den vergangenen 12 Monaten Waren im Internet gekauft. Ganz oben auf der Online-Einkaufsliste stehen Bücher, Eintrittskarten, Flug- und Bahntickets, Mode oder Schuhe sowie Hotelbuchungen. Dabei gibt es häufig einen engen Zusammenhang zwischen der Online-Informationssuche und dem Online-Kauf: Bei Produkten wie kostenpflichtigen Lotteriespielen, Büchern, Mode oder Schuhen, Eintrittskarten sowie Flug- und Bahntickets wird mehr als jeder zweite Online-Informationssuchende zum Online-Käufer.


Quelle: PM AGOF vom 31.01.2008 - http://agof.de/index.499.html

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 08:16 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 5. November 2007

Google Mobile Pläne: Die große neue Richtung

Heute ist es so weit: Eric Schmidt von Google gibt erste konkrete Informationen zum Mobilfunkgeschäft preis. Ok, es wird doch alles anders als ich und viele andere gedacht hatten: Google konzentriert sich auf sein Geschäft als Netzwerker - A mit B verbinden. Wie kürzlich auch der Standard OpenSocial, der helfen soll die sozialen Netzwerke XING, Orkut, StudiVZ usw. miteinander zu verknüpfen. Etwas ähnlich scheint sich nun auch das lang diskutierte "Google Phone" zu entwickeln, was nun selbst keines werden soll.

Despite all of the very interesting speculation over the last few months, we’re not announcing a Gphone. However, we think what we are announcing — the Open Handset Alliance and Android — is more significant and ambitious than a single phone.

(techcrunch - http://www.techcrunch.com/2007/11/05/breaking-google-announces-android-and-open-handset-alliance)


Der Konzern hat 33 Mobilfunkhersteller und Netzbetreiber aus aller Welt als Partner gewonnen, sagte der Google-Chef - und bestätigte dann die Gerüchte, die seit Tagen die Netz-Gemeinde umtrieben: Der Konzern wird ein Handy-Betriebssystem veröffentlichen, das auf Geräten aller möglichen Hersteller laufen soll.

(spiegel online - http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,515504,00.html)


Eric Schmidt bezieht die Pläne von Google auf 3 Milliarden Mobilfunknutzer. In der Allianz befindet sich unter anderem Cina Mobile mit rd. 350 Mio. Kunden und Telecom Italia, welche mit ihrem TIM Netz Südamerika flächendeckend bedient.

Die Liste der bis jetzt teilnehmenden Partner (Open Handset Alliance) liest sich beindruckend:

  • China Mobile (350 Mio. Kunden)
  • eBay
  • HTC (großer Smartphone-Hersteller - u.a. XDA, MDA)
  • Intel
  • KDDI (Netzbertreiber Japan, 20 Mio. Kunden)
  • LG
  • Motorola
  • Nvidia
  • Samsung
  • Sprint Nextel (Netzbertreiber USA, 55 Mio. Kunden)
  • Telecom Italia (TIM & TIM Brazil: 57 Mio. Kunden
  • Telefonica (u.a. neuer Besitzer von O2, Telefónica Móviles: 100 Mio. Kunden)
  • Texas Instruments
  • T-Mobile (109 Mio. Kunden)


Hinzu kommen Firmen für Chips (Qualcomm, Broadcom), Softwarehersteller für Javaanwendungen und Sprachqualität usw. Mach summa summarum einen potentiellen Markt von 690 Mio. Kunden weltweit - nicht schlecht. Eric Schmidt erwähnt in der Konferenz das es weltweit 3 Milliarden Mobilfunknutzer gibt.

Ergebnis von dem was ich bis jetzt gelesen habe:

  • Google bingt ein Betriebssystem "Android" heraus, es wird Open Source sein.
  • Ein "robuster" Webbrowser soll das jetzige Internet auf mobile Geräte bringen können. D.h. nicht angepasste Desktop-Websites werden mit dem Handy bedienbar?
  • Hinzu kommt das schon fast obligatorische Frameframe, mit dem sich Anwendungen perfekt entwickeln lassen können.
  • "Android ist in erster Linie eine Entwickler-Plattform. Sie sollten nun beginnen, all die Dinge, über die sie immer nur nachgedacht haben, jetzt umzusetzen."


In der nächsten Zeit werde ich mir Gedanken dazu machen wie sich Webbranche und Kunden darauf einstellen können. Vor allem wo es die ersten sinnvollen Anknüpfungs- und Prüfpunkte zwischen "Desktop-Web" und "Mobile-Web" geben wird. Denn Erfahrung ist in dem Bereich ist noch Mangelware.

Abschließend noch ein rühriges Zitat von Sergey Brin, Gründer von Google:

“As I look at it I reflect, ten years ago I was sitting at a graduate student cubicle. We were able to build incredible things,. There was a set of tools that allowed us to do that. It was all open technologies. It was based on Linux, GNU, Apache. All those pieces and many more allowed us to do great things and distribute it to the world. That is what we are doing today, to allow people to innovate on today’s mobile devices. Today’s mobile devices are more powerful than those computers I was working on just ten years ago. I cannot wait to see what today’s innovators will build.”

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:30 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Donnerstag, 1. November 2007

Google Phone auf dem Weg

Bei Welt, heise und FTD läuft es gerade über den Ticker: Branchenkreisen zufolge wird Google in den nächsten 14 Tagen seine Strategie im Mobilfunkgeschäft vorstellen (zumindest Teile davon). Wie bereits seit je her vermutet wird Google seine Desktop-Dienste weiter für den mobilen Einsatz optimieren und sich über Werbung finanzieren. Ob die Telefonie und der Datenzugriff dabei kostenlos wird, bleibt sicher bis zum Schluss ein Geheimnis. Ich hoffe darauf, bin mir aber nicht sicher ob das funktioniert.

Die Markteinführung ist offenbar für Sommer 2008 geplant, in Europa ist Google laut den Berichten mit Orange und T-Mobile im Gespräch. Die Telekom hätte neben Apple dann einen weiteren großen Partner im Boot.

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:17 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Google und die mobile Revolution - Teil 1

Das Google Phone kommt - und wenn Google seiner Tradition treu bleibt kann es den Durchbruch zur mobilen Kommunikation bedeuten. Ich möchte in drei Teilen einen Ausblick darauf geben, was diese Revolution bedeuten würde und wie sich die Unternehmen im Internet rechtzeitig darauf einstellen können und abschließend wie der gläserne Google Handyträger aussehen kann. Natürlich bleibt alles Spekulation und Google wird uns mit manchem noch überraschen.

Teil 1: Was die mobile Revolution bedeutet
Teil 2: Rechtzeitig sich darauf vorbereiten (folgt)
Teil 3: Die Kanibalisierung unserer Daten (folgt)

Sommer 2006 tauchten die ersten Meldungen zu Googles Interesse für das Handygeschäft auf. Schon da hatte ich mir überlegt das ein - offenbar - so entferntes Feld nicht mit etwas größerem zusammenhängt. Welche Idee würde Google dort einen ähnlichen Markterfolg versprechen wie Pagerank oder 1GB Gmail? Ganz einfach: kostenlose Telefonate und kostenloses mobiles Internet. Die entstehenden Möglichkeiten wären gewaltig. Denn welcher Anwender würde dann nicht sofort zu einem Google Phone greifen? Sofern es über alternative Dienste finanzierbar bleibt. Lokalisierte und personalisierte Werbung könnte die Kosten vermutlich wieder einspielen. Zumal Google das einzige Unternehmen ist, welches über die entsprechenden Ressourcen verfügt.

Was Google bereits unternommen hat:


Mitte September überschlugen sich dann die Meldungen zum Google Phone: AdWords werden mobil möglich, Spekulationen auf eine britische Mobilfunklizenz, der Handypreis solle unter 100$ liegen, mobile Anwendungen für Docs und Spreadsheet werden veröffentlicht, Google meldet ein Patent für mobiles Bezahlen an - gPay.

Im Web wird mittlerweile über erstes bis zweites Quartal 2008 mit der Vorstellung für die USA spekuliert. Die Versteigerung der 700Mhz Lizenz ist für Anfang 2008 geplant. Offen ist daher wie Google mit der technischen Infrastruktur umgehen wird.

Zurück zum "BigBang": Die Marktstrategie von Google lautet, bisher kostenpflichtige Angebote jedermann kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug dazu sammelt Google Daten und schaltet die dazu passende Werbung. Das war mit Gmail so, mit Google Docs und Spreadsheets, mit Google Maps, Google Earth und dem Website Tool Google Analytics (reine Datensammlung). Da Google - offenbar - jederzeit die Refinanzierung durch Werbung gelungen ist, wäre kostenlose Telefonie und kostenloses Internet durchaus die logische Konsequenz. Genau über diesen Punkt wird mitterweile viel spekuliert und ich halte das zu 70% für wahrscheinlich.

Wenn es so kommt und Google kaum Fehler unterlaufen würden sie sowohl das angestammte Mobilfunksystem als auch die art der Mobilfunknutzung neu definieren.

Ein erster Ansatz, was das bedeuten würde:

  • Telefon:
    Festnetztelefone wären überflüssig, ich kann jederzeit und von überall kostenlos telefonieren. Ich fange an mich mehr über banale Dinge mit Freunden auszutauschen, es kostet nichts und macht Spaß.
  • Suche:
    Ich kann jederzeit und überall auf das gesamte Wissen im Internet zugreifen. Bitte noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: jederzeit und überall das im Internet verfügbare Wissen abfragen.
    Beispielsweise im Supermarkt Produktbewertungen suchen, mich schnell bei Wikipedia schlau machen oder die Vorlieben einer Bekanntschaft bei facebook-xing-orkut-studivz abfragen.
  • Navigation:
    Google Maps lechzt förmlich nach einer Schnittstelle zu GPS oder wenigstens der groben Ortung über Mobilfunkantennen. Navigation ist dabei noch trivial. Ich könnte beispielsweise eigene Geotags setzen: Am Eiffelturm einen Blogeintrag verfassen und an diesen Ort taggen. Der Eintrag wäre über Google Earth wiederzufinden, oder mit dem nächsten Google Phone welches sich am Eiffelturm nach Daten sucht. Mobile Gästeführer lassen sich mit Geotags ermögliche. In dem Ansatz bestehen noch große Möglichkeiten.
  • Organisation:
    Viele Firmen haben Teile ihrer Kommunikation bereits auf Google verlagert - sei es Email, Textdokumente, Tabellen oder Notizensammlungen. Mit einem freien mobilen Zugang hätte ich von überall die Möglichkeit auf meine Dokumente und E-Mails zuzugreifen. Damit würde mancher Griff zum Laptop oder PC entfallen, denn das Handy ist immer online.
  • Einkaufen:
    Ehrlich, das könnte nach hinten losgehen. Ich wäre in der Lage im Karstadt noch vor dem neuen Plasma-Fernseher die Preise bei Amazon oder eBay gegenzuchecken und könnte sofort mobil bestellen. Lieferung nach Hause inklusive. - hier gilt es abzuwarten -
  • Werbekonsum:
    Das wird dagegen interessant. Lokalisierte Werbung bedeutet auch lokalisierte Lockangebote. Viele Unternehmen lassen sich mittlerweile in Google Maps aufnehmen. Befindet sich mein Google Phone nun in der Nähe eines Kinos, wäre es sinnvoll mir die aktuellen Filme für heute Abend aufs Handy zu beamen. Oder auch beim Eintritt in den Saturn-Markt mir einen "MegaSamstagGeizGeil10ProzentRabattGutschein" mit einfachem Barcode auf das Handy zu senden. Die Lokalisierung über über die Mobilfunkantennen sollte ausreichen.
    Selbst Veranstalter könnten noch eine Stunde vor Showbeginn Gutscheine auf alle Google Phones im Umkreis schicken, für den Fall das noch Plätze zu verkaufen sind.
  • Socialnetwork:
    Hier werden sicher die meisten Stilblüten entstehen. Ich könnte in meinem Orkut-Profil beispielsweise meine aktuelle Position permanent taggen, oder auch meine zurückgelegten Wege. Selbst meine Googletalk-Freunde im Umkreis von 500m ließen sich anzeigen.
  • Bezahlung:
    gPay ist patentiert, ein System das Bezahlen mit dem Handy ermöglicht. Zugegebenermaßen ist die Idee an sich nicht neu, sie würde die Palette der Google-Dienste jedoch ergänzen und wäre eine gute Einnahmequelle.
    So wird bei Verkehrsunternehmen seit langem mit bargeldlosen Systemen experimentiert. Kaum eine Idee die sich für den massenhaften Einsatz bis jetzt Marktreif geworden ist. Meist scheitert es am Medium (RFID-Karten, Chipkarten, ...), an der teuren Infrastruktur sowie der Verbreitung der Geräte. Das Bezahlen per Handy wird daher von vielen als praktikable Lösung angesehen. gPay kann dem mobilen Bezahlen zum Durchbruch helfen. Beim Beispiel der Verkehrsunternehmen reicht bloßes Einsteigen - Handy und Bus kümmern sich um die Abrechnung. Ohne über Zusatzgeräte gehen zu müssen.

Die Lieblingsfeatures der Anwender werden sicherlich nicht beabsichtige Funktionen sein. Vielleicht wird es "in" sein, massenweise Handyfotos zu sammeln und diese mit Geotags zu versehen. Damit könnte ich einen Lifeblog führen, jeden Tag meines Lebens ein Foto speichern und automatisch mit Geokoordinaten versehen. Damit ließe sich der gesamte Lebensweg bloggen. Ich glaube das gerade solche Stilblüten uns noch überraschen werden.

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Mittwoch, 10. Oktober 2007

Musicovery - Play what you feel

Schon seit längerem möchte ich Euch einen meiner Lieblingsdienste vorstellen: Musicovery ist ein französisches Projekt in dem alle möglichen Musikarten mit Stimmung und Tempo katalogisiert sind. Damit lässt sich je nach Laune die passende Musik abspielen. Beispielsweise "positiver und langsamer" Jazz oder "schneller dunkler" Rock. Dabei werden die Musiktitel zusammenhängend dargestellt, so lässt sich Stück für Stück der Stimmung "nachklicken".
Selbst die Zeit lässt sich einstellen: Einfach mal Disco zwischen 1970 und 1980 einstellen :-))

Musicovery ist ideal für unendliche Wohnzimmermusik - ohne viel nachzudenken ist immer die passende Hintergrundmusik zur Seite.

www.musicovery.com
Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 12:45 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 28. September 2007

Simulator für Web 2.0 Unternehmen

Auf OneMoreLevel.com findet sich ein - zugegeben nicht ganz ernst gemeinter - Simulator für Web 2.0 Unternehmen. Ob nun "Facezip Beta", "Youpoint Beta", "Digizone Beta" oder "Wikicrunch Beta": Sie bekommen 1 Mio. Dollar Startkapital und müssen versuchen das Unternehmen so berühmt zu machen, dass sie den höchsten Google Pagerank von 10 erreichen. Leider kommt Ihnen dabei immer wieder etwas dazwischen ...



http://www.onemorelevel.com/games.php?game=566

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 20:16 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Samstag, 1. September 2007

GC 2007: Deutschland lebt den Medienhype

Auf kaum einem Event in Deutschland wird der Medienhype so schrill und laut von Herstellern und Konsumenten gefeiert, wie auf der Games Convention.
Hier werden keine Produkte mehr angeboten, hier wird Lebensgefühl, Identität und Spaß bis zum Maximum ausgelebt. Hier wird gezeigt, wie Multimedia und Spiele an die heutige Spaßgesellschaft verkauft wird.
Leider hat die Messe ihre Zielmarke von 200.000 Besuchern 2007 knapp verpasst.

Wer Lust hat sich einen kurzen Einblick zu verschaffen, anbei eine GC-Zusammenfassung:

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 10:11 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 17. August 2007

Wiki-Sündern auf der Spur

Was haben das FBI und RWE gemeinsam? Beide wollen in der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia glänzen. Und was noch? Beide wurden bei Manipulationen im offenen Internet-Lexikon erwischt – mit Hilfe der neuen Software „Wikiscanner“, die ein US-Student entwickelt hat.

Mit der frei herunterladbaren Software konnten viele interessante Zusammenhänge aufgedeckt werden. Aus dem Unternehmensnetzwerk von Sony wurden kritische Passagen über die eigene Kopierschutzsoftware (DRM) entfernt. Naive Kurzsichtigkeit auch dort, wo man sie vielleicht nicht vermuten würde: Aus dem Netz des FBIs wurde der Versuch unternommen, Teile des Artikels über das US-Gefangenlager Guantanamo zu entfernen.

Das US-Technikmagazin "Wired" hat eine lange "Hall of Shame" der dreistesten Wikipedia-Manipulationen veröffentlicht. Dort werden die schamlosesten Fälle von Benutzern auf eine Negativ-Hitliste gewählt:

blog.wired.com

Geschrieben von Christoph Schöne in Stand & Trends um 15:43 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Die besten Web 2.0-Sites

Das US-Magazin Business 2.0 hat die 31 besten Web 2.0-Sites ausserhalb der USA gekürt.

It's not just Silicon Valley. The user-generated revolution is in full swing worldwide. Business 2.0 Magazine picks the best non-U.S. sites to watch.

Mir fällt vor allem auf, das auf den ersten Plätzen ausschließlich Videoportale sind. Auch zwei deutsche Unternehmen haben es in die Charts geschafft. Spreadshirt aus Leipzig landet im Ranking auf Platz 17, Weblin aus Hamburg schafft Platz 22.


Klick zur Übersicht aller 31 Sites

Geschrieben von Christoph Schöne in Stand & Trends um 14:57 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Dienstag, 14. August 2007

Der WEB 2.0 Schuh

WEB 2.0 von seiner schönsten Seite.

Nach adidas und nike kann ich nun auch bei Converse meinen guten alten, nein neuen, Converse zusammenklicken und ihm den eigenen Stil verpassen, soweit es die Vorgaben zulassen. Customize heißt das Zauberwort. Nachdem ich mich für ein Modell entschieden habe, wähle ich Größe, Farbe von Außen- und Innenseite, Schnürsenkel, Gummishole und Elemente der Verschönerung (auch vom eigenen Desktop). Zu guter letzt kann das Schmuckstück nun käuflich erworben werden. Oder man schenkt es einem Freund, speichert es im eigenen Portfolio. Die Anwendung wurde in Flash umgesetzt, wie mir scheint die richtige Wahl. Jetzt klick ich mir aber erstmal ein Schuh zusammen ...

Probiers auch mal: http://www.converse.com

Geschrieben von Christoph Schöne in Stand & Trends um 09:58

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Süddeutsche rechnet mit der Blogszene ab

Überraschend, in der Süddeutschen Zeitung von gestern findet sich ein Beitrag der mit der deutschen Blogszene recht deftig abrechnet.

Rund 100 000 weitere Weblogs sind bestenfalls öffentlich einsehbare und dennoch private geführte Tagebücher, denen jede gesellschaftliche Relevanz fehlt.

Keine Relevanz

Keine Initialereignisse

Nicht schlecht.
Dafür das große Teile der jungen Elite sich mehr und mehr von traditionellen Zeitungen und Fernsehen verabschieden, sondern sich Ihre Meinung aufgrund von Websites, Wikipedia und Blog-Augenzeugen bilden, sind das recht übertriebene Töne.
Blogs entziehen sich meiner Meinung nach wesentlich stärker der Macht von Politik und Wirtschaft, als Springer, Bertelsmann und Co. es je könnten. In einem Punkt hat der Bericht allerdings recht: Die deutsche Blogszene ist nicht so revolutionär wie bspw. in den USA und Irak. Aber das liegt schlicht daran, dass in Deutschland das Gut der Pressefreiheit noch sehr gut geschützt ist und die Medien weniger politischen und kriegerischen Nachrichtenembargos unterliegen - Gott sei dank!
Außerdem glaube ich, dass Blogs die Demokratie schützen und stützen - zu jeder Zeit ein wichtiger Beitrag.

Zum Artikel der SZ

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 00:07 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 13. August 2007

Kakao: Microsoft revolutioniert die Grafikbranche (EN)



Einfach sensationell!
Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:55 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Angriff der Web 2.0 Clone

Eine Übersicht in dieser Qualität hab ich auch erst heute entdeckt. Zwar wird im Web bsp. über die deutschen Clone wie StudiVZ diskutiert - und auch darüber geärgert, aber das Kopieren von großen Communities gehört scheinbar zum guten Ton.
Oder anders interpretiert: Die Orginale waren mit Ihrer Localisierung nicht schnell genug.
Mal abgesehen, welcher der Dienste die Henne und welche das Ei sind ...

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 00:56 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Sonntag, 12. August 2007

dance little monkey


Immer wieder schön anzusehen. Steve Balmers erster Chartbreaker.
Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:48

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