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blog.EINTRäGE VON IRKA SCHNEIDER
Benutzerprofil des gewählten Autoren: - Irka Schneider

Dienstag, 29. April 2008

Mein Presseausweis!

Heute eine Meldung in eigener Sache: Mein Presseausweis ist da! Mein Fernstudium ist zwar noch nicht ganz abgeschlossen. Genauer gesagt fehlt mir noch meine Abschlussarbeit bis zum Abschluss, aber heute kam schon einmal mein Presseausweis. Ab sofort bin ich also Mitglied im Deutschen Fachjournalisten Verband und kann mich als Journalistin akkreditieren lassen.

Geschrieben von Irka Schneider in Handspiel um 10:12 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 25. April 2008

Christoph hilft beim Großbrand auf dem Bautzener Flughafen

Heute Morgen war Christoph ausnahmsweise nicht für HANDSPIEL sondern für die freiwillige Feuerwehr als Gruppenführer im Einsatz. Auf dem Bautzner Flughafen brannte ein Hangar in voller Ausdehnung. Vier von fünf Flugzeugen, sowie ein Tank mit 400 Liter Flugbenzin konnten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. Wichtige historische Dokumente konnten trotz des schnellen Feuerwehreinsatzes nicht mehr gerettet werden. Ab Mittag war Christoph wieder für HANDSPIEL im Einsatz.

Geschrieben von Irka Schneider in Handspiel um 16:29 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Uni Leipzig: Farbwechsel erinnert Studenten an neues Semester

Das Projektseminar „Online Kommunikation“ des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW) der Universität Leipzig wird von den Agenturen torpedo leipzig und HANDSPIEL unterstützt. Die neu gestaltete Website findet sich unter: www.kmw.uni-leipzig.de.

Online Kommunikation lernt man am besten im Web. Statt Bücher zu wälzen und Vorträge zu hören, haben Studenten des KMW deshalb gleich ihren ersten großen Web-Relaunch gestartet. Im Rahmen eines Projektseminars haben sie die Internetseite des KMW-Instituts neu konzipiert und komplett überarbeitet. Professionelle Unterstützung bekamen sie dabei von zwei Leipziger Agenturen. Während die Design-Agentur „torpedo“ die technische Konzeption und das Design erstellte, übernahm die Web-Agentur HANDSPIEL die Programmierung.

Praktisches Ziel des Seminars war es, die Portalseite des Instituts an die gesteigerten Anforderungen der verschiedenen Nutzergruppen anzupassen. Neben den 2.500 Leipziger KMW-Studenten greifen zahlreiche Studienbewerber, Lehrende und Interessenten aus Wissenschaft und Wirtschaft auf die Seite zu. Durch den Einsatz des Content-Management-Systems „Typo3“ sind die Inhalte zukünftig tagesaktuell und per RSS-Feed für alle Nutzer bequem abrufbar.

Die Seite ist so simpel, dass zukünftig alle Mitarbeiter die Informationen einstellen können und so praktisch, dass sich per Mausklick zum Semesterwechsel die Farbigkeit der gesamten Seite ändert. So wird der halbjährliche Wechsel des Universitätsbetriebes noch besser und angewandter sichtbar.

Geschrieben von Franziska Wilhelm, torpedo leipzig - agentur für design und kommunikation gmbh (www.torpedoleipzig.de)

Geschrieben von Irka Schneider in Handspiel um 10:46 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 21. April 2008

Online-Shopper mögen’s schnell

Die Schnelligkeit des Kaufvorgangs und die gute Verfügbarkeit der Produkte sind die wesentlichen Motive für den Internetkauf. Zeitvertreib und Entspannung spielen dagegen als Beweggrund eine untergeordnete Rolle. Die novomind AG hat in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handlesblatt.com sechs Käufertypen im Internet herausgearbeitet. Dazu befragte sie 186 Fach- und Führungskräfte aus der Internetwirtschaft zu den Beweggründen von Internet-Shoppern. Die so ermittelten Käufertypen reichen von „Jungen Lustkäufern“ über „Skeptische Gelegenheits-Shopper“ und „Bedächtige Vergleicher“ bis hin zu „Ausgeglichenen E-Shopping-Profis“.

Wirklich überraschend sind die Befragungsergebnisse der "Käufertypologien im Internet - Umsatzstimulation durch erfüllte Kaufmotive" nicht. Das sich der Online-Kauf vom klassischen Einkauf im stationären Handel unterscheidet, dürfte den meisten längst klar sein. Trotz allem ist es sicher hilfreich, sich die unterschiedlichen Handlungsmotive immer mal wieder vor Augen zu führen, um ihnen bei der Shopkonzeption ausreichend Rechnung tragen zu können. Die wichtigsten Gründe, die für den Online-Kauf sprechen sind:

  • der schnelle und belastungsfreie Einkauf,
  • die gute Verfügbarkeit der Produkte,
  • die Bequemlichkeit des Einkaufsvorgangs,
  • die Anonymität des Internets sowie
  • die gute Vergleichbarkeit der Produkte im Hinblick auf Qualität und Preis mit Hilfe von Foren und Bewertungen.

Interessant ist, dass gut 70% der Online-Shopper sich bei ihrer Kaufentscheidung auf das Urteil Dritter verlassen. Nach den Befragungsergebnissen verlassen sich 54% der Surfer auf hohe Verkaufsränge und positive Produktbewertungen.


Quelle: http://www.novomind.de

Geschrieben von Irka Schneider in Stand & Trends um 19:48 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Samstag, 19. April 2008

Grenzenlose Vielfalt hat ihre Grenzen

Nur ein Bruchteil des umfangreichen Internetangebots werden von den Deutschen tatsächlich genutzt. Nach einer Studie von SevenOne Interactive konzentriert sich der deutsche Durchschnittsuser auf acht Webseiten, die er regelmäßig besucht. Dabei traten in der repräsentativen Studie deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern hervor.

So rufen Männer durchschnittlich 9,4 Seiten regelmäßig auf, während Frauen lediglich 6,1 Seiten regelmäßig besuchen. Männer im Alter von 30 bis 39 Jahren legen mit 11,7 regelmäßig besuchten Websites die größte Vielfalt an den Tag. Jugendliche im Alter von 14-19 und junge Frauen im Alter von 14 bis 29 Jahren beschränken sich im Gegensatz dazu auf eine eingeschränkte Auswahl von nur 5,8 bzw. 5,7 Favoriten.

Es bleibt also eine trügerische Illusion, dass die schier grenzenlose Informations- und Unterhaltungsvielfalt im Netz auch in vollem Umfang genutzt wird.

Quelle: http://www.sevenoneinteractive.de/

Geschrieben von Irka Schneider in Stand & Trends um 20:21 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Donnerstag, 17. April 2008

Warum preisgekrönte Webseiten oft so schrecklich sind

Auch wenn der Originalartikel "Why award-winning websites are so awful" schon etwas älter ist, ist er doch noch immer lesenswert.

2006 wurden 50 Web-Manager aus Dänemark befragt, auf welche Aspekte sie ihren Schwerpunkt legen. Sie nannten:

  • Umsatzsteigerung,
  • Kundenzentrierung,
  • Benutzerfreundlichkeit,
  • erfolgreiche Verkaufsabschlüsse und
  • verbesserter Kundenservice.

Am unwichtigsten schätzten die dänischen Manager folgende Punkte ein:

  • Kreditkartenbetrug,
  • mehr Flash,
  • Preise gewinnen mit der Homepage,
  • Wow-Faktor und
  • mehr Animation

“Die Dänen verstehen, dass Webseiten für den Kunden gemacht werden müssen und nicht für das Unternehmen und sicher nicht für das Web-Team. Das Gefährlichste für Web Profis ist anzunehmen, dass das, was für SIE wichtig ist, automatisch auch FÜR DEN KUNDEN wichtig ist.”

Der Artikel und die vorgestellte Befragung spiegeln einmal mehr wieder, dass das Internet ein funktionaler, praktisch orientierter Ort ist. “Glänzende Oberflächen gewinnen Preise. Echter Inhalt gewinnt Kunden.”

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 13:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Dienstag, 15. April 2008

Handspiel auf der AMI

Letzte Woche fand in Leipzig, die nach eigenen Angaben, „wichtigste Automobilmesse des Jahres in Deutschland und in Mitteleuropa“ statt. Natürlich war HANDSPIEL mit dabei. Allerdings interessierten wir uns nicht nur für die ausgestellten Fahrzeuge, sondern auch für das Drumherum. Genauer gesagt die Infoterminals, soweit sie bereits zum Einsatz kommen. Im Folgenden also eine ganz persönliche Auswertung der AMI 2008. Von den 26 besuchten Ständen hatten immerhin elf Unternehmen Terminals im Einsatz. Meistens befanden sich diese neben den ausgestellten Modellen und sollten den Besuchern die wichtigsten Informationen zu den Autos zur Verfügung stellen. In zwei Fällen waren sie aber wohl eher als reiner Imageträger ohne tieferen Informationsgehalt zu verstehen. Aber der Reihe nach!

Bei Audi wurden an den Fahrzeugen herkömmliche Stelen verwendet. Hier fanden die Besucher die wesentlichen Grundinformationen zu den Fahrzeugen. Darüber hinaus befanden sich auf der Ausstellungsfläche zwei ausgesprochen formschöne Terminals. Bedauerlicherweise waren sie aber eben nur schön anzusehen und lieferten keinen ernsthaften Nutzwert. Hinter der Oberfläche verbarg sind lediglich eine Hochglanzfotoshow. Wer mehr über die gezeigten Autos erfahren wollte, seien es die Fahrzeugdaten, der Preis oder die Sonderausstattung, blieb ahnungslos zurück. Fazit: Eine wirklich edle Imagebroschüre als Terminal verkleidet.

In puncto Benutzerfreundlichkeit zeigten viele der eingesetzten Terminals die eine oder andere Schwäche. Im Großen und Ganzen aber existieren keine unüberwindbaren Hürden sondern besteht vielmehr Optimierungsbedarf. Auffälligstes Manko war die Steuerbarkeit.

In zwei Fällen war die Bedienung der Terminals nicht selbsterklärend für den Nutzer. Hier führte nur geduldiges ausprobieren zum Ziel. Oder wüssten Sie bei dem zeiten Terminalfoto auf Anhieb, wie Sie in die Untermenüs kommen? Ich verrate es Ihnen: Zunächst drehe man das Rad, bis das gewünschte Modell ausgewählt ist. In einigen Fällen muss etwas Fingerspitzengefühl bewiesen, um das richtige Feld auszuwählen. Ist der Cursor dort, wo er sein soll, bestätige man mit dem blau-türkisen Punkt in der Mitte seine Auswahl. Mit etwas Glück öffnet sich ein neues Untermenü, in dem wieder mit drehen navigiert werden kann. Bei einem der zwei Terminals funktionierte die Auswahl nicht mehr, sodass nur in der Menüleiste hoch und runtergescrollt werden konnte. Mehr nicht! Alles in allem war die Bedienung nicht wirklich überzeugend, zumal die in den Untermenüs zu findenden Informationen kaum der Rede wert waren.

Das „tückischste“ Terminal fanden wir am Stand von VW. Hier zeigte sich, welchen Einfluss die Anmutung eines Terminals auf die Bedienbarkeit haben kann. Der große Monitor suggeriert dem Nutzer „ich bin ein Touchscreen-Monitor“. Dass nicht nur wir diesem Trugschluss zum Opfer fielen, beweisen die zahlreichen Fingerspuren auf dem Monitor. Doch in Wirklichkeit handelt es sich nämlich „nur“ um einen klassischen Monitor, der sich über die Pfeiltasten steuern ließ.

Die „Imagequalität“ der Terminals hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches verbessert. Leider ist für die Besucher der Mehrwert der teuren Geräte nicht immer erkennbar. Mit unter gilt es auch einige Zugangshürden, zu überwinden. Dementsprechend war die beobachtete Nutzung einiger der Geräte recht gering.

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 17:45 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 14. April 2008

Tetra Pak mit benutzerfreundlichem Interface

Wer in den Niederlanden künftig wissen will, wie viel Milch noch im Tetra Pak ist, braucht dies künftig nicht mehr über die herkömmliche Schüttelprobe herausfinden. Eine „analoge Anzeige“ schafft den nötigen Durchblick. Eine praktische Idee!

http://www.flickr.com/photos/alper/870950297/

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 08:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 11. April 2008

Ab 25 nimmt Online-Fitness ab

Nach Untersuchungen des Web-Usability-Gurus Jakob Nielsen fällt die Online-Orientierung mit dem Alter immer schwerer. Nach seinen Erkenntnissen lässt die Online-Leistungsfähigkeit ab dem 25. Lebensjahr jährlich um 0,8 Prozent nach.


Bei der zielgruppengerichteten Gestaltung von Webseiten wird meist zwischen Kindern, Jugendlichen und Senioren unterschieden. Dazwischen liegt die größte aller Anwendergruppe, die der 25 bis 60jährigen. Sie werden meist als „Mainstream User“ charakterisiert. Genau deren Web-Verhalten und Online-Kompetenz stellte Nielsen in den Fokus seiner aktuellen Untersuchung. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass der Online-Alterungsprozess bereits mit 25 beginnt. Danach gilt: Umso älter ein Nutzer ist, umso länger braucht er, um sich auf einer Webseite zu orientieren und die gesuchten Informationen zu finden.

Laut Nielsen lässt sich dieser Fähigkeitsverlust sogar in Zahlen ausdrücken. So zeigen seine Untersuchungen einen jährlichen Leistungsverlust von 0,8 Prozent. Anders gesagt: Ein 40-Jähriger benötigt für die Bewältigung der gleichen Aufgabe acht Prozent mehr Zeit als ein 30-Jähriger. Überraschenderweise geht diese Verlangsamung der Leistungsfähigkeit nach Nielsen linear vor sich, sodass ein 50-Jähriger sechzehn Prozent mehr Zeit für die Bewältigung einer Aufgabe benötigt, als ein 40-Jähriger. Dieser Online-Alterungsprozess verstärkt sich noch einmal zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.

Wer sich tiefer gehend mit diesem Thema beschäftigen will, findet unter http://www.nngroup.com/reports/seniors/ und http://www.useit.com/alertbox/middle-aged-users.html weitergehende Informationen.

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 09:22 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Donnerstag, 27. März 2008

Usability im E-Commerce ist mehr als eine Frage der Ästhetik

Einmal angenommen Ihr depressiver Goldfisch hat sein Wasserglas zerdeppert und Sie suchen in einem Zoofachgeschäft nach passendem Ersatz. Wie gehen Sie vor? Zunächst werden Sie sich vermutlich am Eingang nach Hinweisen auf die Aquaristikabteilung umsehen. Werden Sie hier nicht fündig, schnappen Sie sich die nächste Verkäuferin und lassen sich von ihr zur passende Abteilung lotsen. Und wie gehen Sie in einem Online-Shop ohne hilfsbereites Verkaufspersonal vor? Lässt sich hier das gesuchten Aquarium nicht schnell genug finden, wechseln Sie mit einem Klick zur Konkurrenz. Sie wollen schließlich nicht dauerhaft Ihre Badewanne mit einem Goldfisch teilen!

Dieses kurze Beispiel verdeutlicht: In Online-Shops rächt sich unübersichtliche Gestaltung stärker als im klassischen Handel. Am Ende gilt hier wie dort: Der Kunde kauft dort, wo er das passende Produkt, mit den kaufentscheidenden Informationen leicht und verständlich angeboten bekommt.

Für den Kunden ungewohnte Bezeichnungen, unklare Informationsstrukturen und andere Bedienprobleme sorgen in der E-Commerce-Realität jedoch häufig für Kundenfrust. Benutzerfreundlichkeit (Usability) ist daher das A und O bei der Gestaltung von Online-Shops. Das Zusammenwirken verschiedener Faktoren entscheidet, ob ein Shop von den Kunden effektiv, effizient und zufriedenstellend genutzt werden kann. Zentrale Fragen sind dementsprechend: Kann der Kunde seinen Kauf ausführen? Stehen Aufwand und Zielerreichung in einem vernünftigen Verhältnis? Wie angenehm lässt sich der Kauf verwirklichen und ist der Shop vertrauenswürdig?

Die bedienerfreundliche Gestaltung eines Online-Shops ist also mehr als nur eine Frage der Ästhetik. Usability verbessert den Produktzugang, erzeugt Vertrauen beim Kunden und steigert so Umsätze. So zeigte eine Untersuchung von Jakob Nielsen, dass durchschnittlich nur 56% der Benutzer auf E-Commerce-Seiten zu ihrem Ziel kommen. Daraus lässt sich schließen, dass eine benutzergerichtete Gestaltung den Umsatz um 79% steigern kann (berechnet als 44% der möglichen Verkäufe im Verhältnis zu den 56% der Fälle, in denen Nutzer derzeit erfolgreich ihr Ziel erreichen). Eine Umsatzsteigerung, die bereits mit geringem Aufwand realisiert werden kann.

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 17:19 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 22. Februar 2008

Brockhaus setzt aufs Netz – ein Grund zur Freude?

Mit einem dicklichen, kobaltblauen Buch in meinen Händen lehnte ich mich zurück. Ich hatte es mir kurz zuvor gekauft und nun war ich gespannt, mit welchen fremdartigen Begriffen und unbekanntem Wissen es mich in seinen Bann ziehen würde. Es war mein erstes psychologisches Wörterbuch und sollte mir helfen, eine neue Welt zu erschließen. Die Welt der Psychologie. Ursprünglich hatte ich nur kurz einen Begriff aus der letzten Vorlesung nachschlagen wollen, doch daraus wurde nichts. Mühelos zog mich das Lexikon in seinen Bann. Von der klassischen Konditionierung führte mich mein Weg über die Skinnerbox und den Behaviorismus – immer weiter in die Tiefen der Psychologie. Als ich daraus wieder auftauchte, war ich beim hochinteressanten Milgram-Experiment gelandet und von all dem Gelesenen geradezu berauscht. Eine wundervolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte und wohl nur mit einem Lexikon erleben konnte.

Nun hat der Brockhaus angekündigt, sein gesamtes Hauptgeschäft mit Lexika auf das Internet zu verlegen. Ab dem 15. April wird der Verlag seine traditionsreiche "Brockhaus Enzyklopädie" mit über 300.000 Stichwörtern kostenlos online zur Verfügung stellen. Die Finanzierung soll künftig über Werbung erfolgen. Ob wir nun, während wir über die Kultur der Azteken lesen, uns auch parallel über die schillernde Tchibo-Welt informieren lassen können, wird sich zeigen. Eins steht jedoch fest: Ein großer Lesegenuss wird uns künftig Stück für Stück abhandenkommen.

Bücher und das Internet sind zwei grundverschiedene Medien. Jedes für sich hat seine Daseinsberechtigung, kann das andere jedoch nicht ersetzen. Das Internet ist ein sogenanntes Hol-Medium. Das heißt die Nutzer müssen gezielt über Suchbegriffe suchen und können sich nur bedingt einfach forttreiben lassen. Um sich etwas holen zu können, muss man aber zuerst einmal wissen, was es alles gibt. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. In einer Gesellschaft, in der sich selbst engagierte Eltern schwer tun, ihren Kindern zu erklären, wie das Verwandtschaftsverhältnis von Schimpansen und Menschen genau aussieht, ist der Verlust eines umfassenden und fundierten Nachschlagewerkes außerordentlich bedauerlich. Denn ohne das passende Schlagwort und die richtige Muße zum Nachlesen wird dieses Mysterium weiter ein Mysterium bleiben und für viele Kinder wird die Faszination Wissen nicht erfahrbar. Neben diesem einmaligen Leseerlebnis gibt es noch einen andere Aspekte zu bedenken: Das Leseverhalten im Internet.

Das Surfen im Netz hat weniger mit herkömmlichem Lesen zu tun, als viele annehmen. Auch im Netz wird gelesen, aber dieses Lesen ist anders als das klassische Lesen eines Buches. Eine Studie, die sich mit der Informationsaufnahme im Netz beschäftigte, zeigte, dass Webseiten von ca. 70-80% der Personen nicht gelesen sondern „gescannt“ werden. Anders, als beim herkömmlichen Lesen, „fliegt“ das Auge mit dreifacher Lesegeschwindigkeit über den Text und nimmt dabei, nur hervorstechende Informationen wie beispielsweise Überschriften, Fettgedrucktes und Grafiken war. Nur an diesen Eyecatchern bleibt das Auge hängen und nimmt tatsächlich Informationen auf. Aus diesem Grund raten wir unseren Kunden sich im Netz auf das Wesentliche zu beschränken und längere, komplexe Texte den klassischen Medien zu überlassen. Aus diesem Blickwinkel erscheint eine reine Onlineversion des Brockhaus, wie sie vom Verlag geplant ist, als bedenklich. Der Vergleich mit dem Online-Nachschlagewerk Wikipedia hinkt in dem Punkt, dass hier nur bereits gehörte Begrifflichkeiten gesucht werden und ein klassisches Stöbern und Treiben lassen wie in einem klassischen Lexikon schwer vorstellbar ist. Wirtschaftlich mag die Entscheidung des Verlages mutig und richtig sein - aus gesellschaftlicher Sicht erscheint sie mir ein Desaster.
Geschrieben von Irka Schneider in Medien um 13:19 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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