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Dienstag, 14. August 2007
Süddeutsche rechnet mit der Blogszene ab
Überraschend, in der Süddeutschen Zeitung von gestern findet sich ein Beitrag der mit der deutschen Blogszene recht deftig abrechnet.
Rund 100 000 weitere Weblogs sind bestenfalls öffentlich einsehbare und dennoch private geführte Tagebücher, denen jede gesellschaftliche Relevanz fehlt.
Keine Relevanz
Keine Initialereignisse
Nicht schlecht.
Dafür das große Teile der jungen Elite sich mehr und mehr von traditionellen Zeitungen und Fernsehen verabschieden, sondern sich Ihre Meinung aufgrund von Websites, Wikipedia und Blog-Augenzeugen bilden, sind das recht übertriebene Töne.
Blogs entziehen sich meiner Meinung nach wesentlich stärker der Macht von Politik und Wirtschaft, als Springer, Bertelsmann und Co. es je könnten. In einem Punkt hat der Bericht allerdings recht: Die deutsche Blogszene ist nicht so revolutionär wie bspw. in den USA und Irak. Aber das liegt schlicht daran, dass in Deutschland das Gut der Pressefreiheit noch sehr gut geschützt ist und die Medien weniger politischen und kriegerischen Nachrichtenembargos unterliegen - Gott sei dank!
Außerdem glaube ich, dass Blogs die Demokratie schützen und stützen - zu jeder Zeit ein wichtiger Beitrag.

