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Donnerstag, 17. April 2008

Warum preisgekrönte Webseiten oft so schrecklich sind

Auch wenn der Originalartikel "Why award-winning websites are so awful" schon etwas älter ist, ist er doch noch immer lesenswert.

2006 wurden 50 Web-Manager aus Dänemark befragt, auf welche Aspekte sie ihren Schwerpunkt legen. Sie nannten:

  • Umsatzsteigerung,
  • Kundenzentrierung,
  • Benutzerfreundlichkeit,
  • erfolgreiche Verkaufsabschlüsse und
  • verbesserter Kundenservice.

Am unwichtigsten schätzten die dänischen Manager folgende Punkte ein:

  • Kreditkartenbetrug,
  • mehr Flash,
  • Preise gewinnen mit der Homepage,
  • Wow-Faktor und
  • mehr Animation

“Die Dänen verstehen, dass Webseiten für den Kunden gemacht werden müssen und nicht für das Unternehmen und sicher nicht für das Web-Team. Das Gefährlichste für Web Profis ist anzunehmen, dass das, was für SIE wichtig ist, automatisch auch FÜR DEN KUNDEN wichtig ist.”

Der Artikel und die vorgestellte Befragung spiegeln einmal mehr wieder, dass das Internet ein funktionaler, praktisch orientierter Ort ist. “Glänzende Oberflächen gewinnen Preise. Echter Inhalt gewinnt Kunden.”

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 13:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Dienstag, 15. April 2008

Handspiel auf der AMI

Letzte Woche fand in Leipzig, die nach eigenen Angaben, „wichtigste Automobilmesse des Jahres in Deutschland und in Mitteleuropa“ statt. Natürlich war HANDSPIEL mit dabei. Allerdings interessierten wir uns nicht nur für die ausgestellten Fahrzeuge, sondern auch für das Drumherum. Genauer gesagt die Infoterminals, soweit sie bereits zum Einsatz kommen. Im Folgenden also eine ganz persönliche Auswertung der AMI 2008. Von den 26 besuchten Ständen hatten immerhin elf Unternehmen Terminals im Einsatz. Meistens befanden sich diese neben den ausgestellten Modellen und sollten den Besuchern die wichtigsten Informationen zu den Autos zur Verfügung stellen. In zwei Fällen waren sie aber wohl eher als reiner Imageträger ohne tieferen Informationsgehalt zu verstehen. Aber der Reihe nach!

Bei Audi wurden an den Fahrzeugen herkömmliche Stelen verwendet. Hier fanden die Besucher die wesentlichen Grundinformationen zu den Fahrzeugen. Darüber hinaus befanden sich auf der Ausstellungsfläche zwei ausgesprochen formschöne Terminals. Bedauerlicherweise waren sie aber eben nur schön anzusehen und lieferten keinen ernsthaften Nutzwert. Hinter der Oberfläche verbarg sind lediglich eine Hochglanzfotoshow. Wer mehr über die gezeigten Autos erfahren wollte, seien es die Fahrzeugdaten, der Preis oder die Sonderausstattung, blieb ahnungslos zurück. Fazit: Eine wirklich edle Imagebroschüre als Terminal verkleidet.

In puncto Benutzerfreundlichkeit zeigten viele der eingesetzten Terminals die eine oder andere Schwäche. Im Großen und Ganzen aber existieren keine unüberwindbaren Hürden sondern besteht vielmehr Optimierungsbedarf. Auffälligstes Manko war die Steuerbarkeit.

In zwei Fällen war die Bedienung der Terminals nicht selbsterklärend für den Nutzer. Hier führte nur geduldiges ausprobieren zum Ziel. Oder wüssten Sie bei dem zeiten Terminalfoto auf Anhieb, wie Sie in die Untermenüs kommen? Ich verrate es Ihnen: Zunächst drehe man das Rad, bis das gewünschte Modell ausgewählt ist. In einigen Fällen muss etwas Fingerspitzengefühl bewiesen, um das richtige Feld auszuwählen. Ist der Cursor dort, wo er sein soll, bestätige man mit dem blau-türkisen Punkt in der Mitte seine Auswahl. Mit etwas Glück öffnet sich ein neues Untermenü, in dem wieder mit drehen navigiert werden kann. Bei einem der zwei Terminals funktionierte die Auswahl nicht mehr, sodass nur in der Menüleiste hoch und runtergescrollt werden konnte. Mehr nicht! Alles in allem war die Bedienung nicht wirklich überzeugend, zumal die in den Untermenüs zu findenden Informationen kaum der Rede wert waren.

Das „tückischste“ Terminal fanden wir am Stand von VW. Hier zeigte sich, welchen Einfluss die Anmutung eines Terminals auf die Bedienbarkeit haben kann. Der große Monitor suggeriert dem Nutzer „ich bin ein Touchscreen-Monitor“. Dass nicht nur wir diesem Trugschluss zum Opfer fielen, beweisen die zahlreichen Fingerspuren auf dem Monitor. Doch in Wirklichkeit handelt es sich nämlich „nur“ um einen klassischen Monitor, der sich über die Pfeiltasten steuern ließ.

Die „Imagequalität“ der Terminals hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches verbessert. Leider ist für die Besucher der Mehrwert der teuren Geräte nicht immer erkennbar. Mit unter gilt es auch einige Zugangshürden, zu überwinden. Dementsprechend war die beobachtete Nutzung einiger der Geräte recht gering.

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 17:45 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Montag, 14. April 2008

Tetra Pak mit benutzerfreundlichem Interface

Wer in den Niederlanden künftig wissen will, wie viel Milch noch im Tetra Pak ist, braucht dies künftig nicht mehr über die herkömmliche Schüttelprobe herausfinden. Eine „analoge Anzeige“ schafft den nötigen Durchblick. Eine praktische Idee!

http://www.flickr.com/photos/alper/870950297/

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 08:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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Freitag, 11. April 2008

Ab 25 nimmt Online-Fitness ab

Nach Untersuchungen des Web-Usability-Gurus Jakob Nielsen fällt die Online-Orientierung mit dem Alter immer schwerer. Nach seinen Erkenntnissen lässt die Online-Leistungsfähigkeit ab dem 25. Lebensjahr jährlich um 0,8 Prozent nach.


Bei der zielgruppengerichteten Gestaltung von Webseiten wird meist zwischen Kindern, Jugendlichen und Senioren unterschieden. Dazwischen liegt die größte aller Anwendergruppe, die der 25 bis 60jährigen. Sie werden meist als „Mainstream User“ charakterisiert. Genau deren Web-Verhalten und Online-Kompetenz stellte Nielsen in den Fokus seiner aktuellen Untersuchung. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass der Online-Alterungsprozess bereits mit 25 beginnt. Danach gilt: Umso älter ein Nutzer ist, umso länger braucht er, um sich auf einer Webseite zu orientieren und die gesuchten Informationen zu finden.

Laut Nielsen lässt sich dieser Fähigkeitsverlust sogar in Zahlen ausdrücken. So zeigen seine Untersuchungen einen jährlichen Leistungsverlust von 0,8 Prozent. Anders gesagt: Ein 40-Jähriger benötigt für die Bewältigung der gleichen Aufgabe acht Prozent mehr Zeit als ein 30-Jähriger. Überraschenderweise geht diese Verlangsamung der Leistungsfähigkeit nach Nielsen linear vor sich, sodass ein 50-Jähriger sechzehn Prozent mehr Zeit für die Bewältigung einer Aufgabe benötigt, als ein 40-Jähriger. Dieser Online-Alterungsprozess verstärkt sich noch einmal zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.

Wer sich tiefer gehend mit diesem Thema beschäftigen will, findet unter http://www.nngroup.com/reports/seniors/ und http://www.useit.com/alertbox/middle-aged-users.html weitergehende Informationen.

Geschrieben von Irka Schneider in Usability & Design um 09:22 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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