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Montag, 5. November 2007

Google Mobile Pläne: Die große neue Richtung

Heute ist es so weit: Eric Schmidt von Google gibt erste konkrete Informationen zum Mobilfunkgeschäft preis. Ok, es wird doch alles anders als ich und viele andere gedacht hatten: Google konzentriert sich auf sein Geschäft als Netzwerker - A mit B verbinden. Wie kürzlich auch der Standard OpenSocial, der helfen soll die sozialen Netzwerke XING, Orkut, StudiVZ usw. miteinander zu verknüpfen. Etwas ähnlich scheint sich nun auch das lang diskutierte "Google Phone" zu entwickeln, was nun selbst keines werden soll.

Despite all of the very interesting speculation over the last few months, we’re not announcing a Gphone. However, we think what we are announcing — the Open Handset Alliance and Android — is more significant and ambitious than a single phone.

(techcrunch - http://www.techcrunch.com/2007/11/05/breaking-google-announces-android-and-open-handset-alliance)


Der Konzern hat 33 Mobilfunkhersteller und Netzbetreiber aus aller Welt als Partner gewonnen, sagte der Google-Chef - und bestätigte dann die Gerüchte, die seit Tagen die Netz-Gemeinde umtrieben: Der Konzern wird ein Handy-Betriebssystem veröffentlichen, das auf Geräten aller möglichen Hersteller laufen soll.

(spiegel online - http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,515504,00.html)


Eric Schmidt bezieht die Pläne von Google auf 3 Milliarden Mobilfunknutzer. In der Allianz befindet sich unter anderem Cina Mobile mit rd. 350 Mio. Kunden und Telecom Italia, welche mit ihrem TIM Netz Südamerika flächendeckend bedient.

Die Liste der bis jetzt teilnehmenden Partner (Open Handset Alliance) liest sich beindruckend:

  • China Mobile (350 Mio. Kunden)
  • eBay
  • HTC (großer Smartphone-Hersteller - u.a. XDA, MDA)
  • Intel
  • KDDI (Netzbertreiber Japan, 20 Mio. Kunden)
  • LG
  • Motorola
  • Nvidia
  • Samsung
  • Sprint Nextel (Netzbertreiber USA, 55 Mio. Kunden)
  • Telecom Italia (TIM & TIM Brazil: 57 Mio. Kunden
  • Telefonica (u.a. neuer Besitzer von O2, Telefónica Móviles: 100 Mio. Kunden)
  • Texas Instruments
  • T-Mobile (109 Mio. Kunden)


Hinzu kommen Firmen für Chips (Qualcomm, Broadcom), Softwarehersteller für Javaanwendungen und Sprachqualität usw. Mach summa summarum einen potentiellen Markt von 690 Mio. Kunden weltweit - nicht schlecht. Eric Schmidt erwähnt in der Konferenz das es weltweit 3 Milliarden Mobilfunknutzer gibt.

Ergebnis von dem was ich bis jetzt gelesen habe:

  • Google bingt ein Betriebssystem "Android" heraus, es wird Open Source sein.
  • Ein "robuster" Webbrowser soll das jetzige Internet auf mobile Geräte bringen können. D.h. nicht angepasste Desktop-Websites werden mit dem Handy bedienbar?
  • Hinzu kommt das schon fast obligatorische Frameframe, mit dem sich Anwendungen perfekt entwickeln lassen können.
  • "Android ist in erster Linie eine Entwickler-Plattform. Sie sollten nun beginnen, all die Dinge, über die sie immer nur nachgedacht haben, jetzt umzusetzen."


In der nächsten Zeit werde ich mir Gedanken dazu machen wie sich Webbranche und Kunden darauf einstellen können. Vor allem wo es die ersten sinnvollen Anknüpfungs- und Prüfpunkte zwischen "Desktop-Web" und "Mobile-Web" geben wird. Denn Erfahrung ist in dem Bereich ist noch Mangelware.

Abschließend noch ein rühriges Zitat von Sergey Brin, Gründer von Google:

“As I look at it I reflect, ten years ago I was sitting at a graduate student cubicle. We were able to build incredible things,. There was a set of tools that allowed us to do that. It was all open technologies. It was based on Linux, GNU, Apache. All those pieces and many more allowed us to do great things and distribute it to the world. That is what we are doing today, to allow people to innovate on today’s mobile devices. Today’s mobile devices are more powerful than those computers I was working on just ten years ago. I cannot wait to see what today’s innovators will build.”

Geschrieben von Stephan Preuß in Stand & Trends um 23:30 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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